- 25.10.2006, 12:20:13
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LH Pröll zur künftigen Entwicklung des Waldviertels
Investitionen in Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität
St. Pölten (NLK) - Als ein sichtbares Zeichen der Bürgernähe sowie
des Dialoges mit den einzelnen Regionen bezeichnete Landeshauptmann
Dr. Erwin Pröll die Viertelstage, die heute in Krems mit der Region
Waldviertel gestartet wurden. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz
standen die Zukunftsperspektiven des Waldviertels.
Der Landeshauptmann nannte hier sechs ganz konkrete Maßnahmen: Zum
Ersten geht es um den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, um "das
Waldviertel besser erreichbar zu machen". Dazu gehören vor allem der
weitere Ausbau der Hauptverkehrsachsen Krems - Gföhl - Zwettl - Vitis
sowie Stockerau - Maissau - Horn - Gmünd. Bahnpendler aus dem
Waldviertel werden künftig auf der Franz Josefs-Bahn die
"Tullnerfeldschleife", die im Zuge der neuen Westbahn errichtet wird,
nützen können. Die Fahrzeit Gmünd - Wien-Westbahnhof beispielsweise
wird dann um 20 Minuten kürzer sein; auch ein Umsteigen ist nicht
notwendig.
Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt
dieser Region. Hier will man vor allem das Waldviertel als
Schnittpunkt internationaler Verkehrsachsen (Wien - Waldviertel -
Budweis sowie St. Pölten - Waldviertel - Prag) nutzen. Zur Stärkung
der Leitbetriebe fließen im Zeitraum 2007 bis 2013 70 Millionen Euro
aus dem Regionalisierungsprogramm in das Waldviertel. Dazu gibt es
Standardkooperationen von Gemeinden entlang der Hauptachsen für
Betriebsansiedlungen. Weiters werden die regionalen
Innovationszentren Gmünd und Krems weiter ausgebaut.
Jene qualifizierten Arbeitskräfte, die das Waldviertel braucht,
sollen künftig hier verstärkt ausgebildet werden. Deshalb werden nun
in Waidhofen an der Thaya ein Fachhochschulstudiengang für
Wirtschaftsingenieure und in Krems ein Studiengang für
Unternehmensführung angeboten. In Gmünd gibt es zudem seit Herbst
dieses Jahres einen Aufbaulehrgang für Tourismus und Gesundheit.
Auch die Bereiche Tourismus, Freizeit, Kultur und Gesundheit
werden in diesen vier Landesvierteln weiter forciert. So entsteht bis
2008 in Traunstein ein Kurzentrum, die Investitionskosten belaufen
sich auf 16 Millionen Euro, 70 Arbeitsplätze entstehen. Der
Landeshauptmann rechnet jährlich mit 60.000 Nächtigungen. Dazu kommt
ein Präventivmedizinisches Zentrum in Ottenschlag (Kosten 22
Millionen Euro) mit 90 Arbeitsplätzen und voraussichtlich 55.000 bis
60.000 Nächtigungen pro Jahr. Ein weiteres Highlight wird die
grenzüberschreitende Landesaustellung 2009 in Horn, Raabs und im
tschechischen Telc sein.
Zudem will man die Abwanderungen aus der Region stoppen. Deshalb
gibt es für Gemeinden, die einen Bevölkerungsrückgang von 2,5 Prozent
verzeichnen (rund 35 an der Zahl), eine zusätzliche Wohnbauförderung.
Schließlich soll das Waldviertel als Nachhaltigkeitsregion
positioniert werden. Ziel des Landeshauptmannes ist es, das
Waldviertel in zehn Jahren energieautark zu machen. In den nächsten
zehn Jahren werden deshalb 50 zusätzliche Biomasseanlagen um
mindestens eine Biogastankstelle in jedem Bezirk errichtet.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12163
http://www.noe.gv.at/nlk
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