Bildungspolitik kann kein Stolperstein für Koalitionsverhandlungen sein!

Dachverband der NÖ Elternvereine plädiert für faire und offene Diskussion

St. Pölten, (SPI) - "Die niederösterreichischen Eltern erwarten sehr bald zukunftsweisende Ergebnisse bei den Koalitionsverhandlungen" so Ing. Franz Schaupmann vom Dachverband der Pflichtschulelternvereine in Niederösterreich, einer Organisation aus mehreren hundert Elternvereinen. Angesprochen auf Medienmeldungen zu den jüngsten Diskussionen um Herbstferien bekräftigt der Landesobmann und Vater von drei Schulkindern seine Haltung: "Wir müssen über Unterrichtsmodelle diskutieren und nicht ständig über Ferienmodelle philosophieren. Wenn klar auf dem Tisch liegt, in welcher Form und in welchen Zeitabläufen die Lehrplaninhalte optimal den Kindern vermittelt werden können, dann wird man auch über Ferienordnung und schulfreie Tage reden können." ****

Die jährliche Diskussion über die schulautonomen Tage und deren Verwendung nennt der Elternvertreter ein "wiederkehrendes mediales Eigentor für die LehrerpersonalvertreterInnen". Interessant auch die Haltung der niederösterreichischen Eltern zur Gesamtschule. Schaupmann: "Wer sich realistisch die Geburten- und Schülerzahlenentwicklung für die nächsten Jahre ansieht und gleichzeitig verspricht in jeder Gemeinde eine Schule erhalten zu wollen, der wird schon aus wirtschaftlichen Gründen am Thema Gesamtschule nicht vorbeikommen. Ein Bürgermeister, der mit Schülerzahlen an seiner Hauptschule kämpft, würde mit Sicherheit fernab jeder Parteiideologie rechtliche Möglichkeiten einer Gesamtschule nützen und sollte es auch." Unabhängig von der Gesamtschuldiskussion erwartet der Landesobmann aber eine Lehrplanreform für die Gymnasien.

"Die niederösterreichischen Eltern erwarten von der neuen Regierung eine Stärkung der Schulpartnerschaft" so Schaupmann, der dazu einen Vorschlag parat hat: "Entsprechend meinen Erfahrungen in der Mitarbeit im Elternbeirat im Bildungsministerium wünsche ich mir im Zuge einer organisatorischen Neuordnung ein Staatssekretariat für schulpartnerschaftliche Angelegenheiten. Schulerhalter und Elterninteressen sollten vor allem über diese Schiene optimal betreut und in Entscheidungsprozesse eingebunden werden" so Schaupmann abschließend.
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NÖ Pflichtschulen
Ing. Franz Schaupmann
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