Kärntens Bauwirtschaft weiter im Höhenflug

LH Haider/LR Dörfler: Bauwirtschaft sorgt für Wertschöpfung und Beschäftigung - Resolution für mehr Landesstraßen-Mittel überreicht

Klagenfurt (LPD) - Die Kärntner Bauwirtschaft setzte im ersten Halbjahr 2006 ihren im Vorjahr begonnenen Höhenflug weiter fort. Im ersten Halbjahr 2006 wurden im Bauwesen Kärntens nach vorläufigen Ergebnissen insgesamt 438,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres errechnet sich daraus eine Zunahme um nicht weniger als 20,5 Prozent. Österreichweit blieb der Zuwachs mit einem Plus von 11,8 Prozent doch recht deutlich hinter dem Kärntner Ergebnis zurück.

Über diese Erfolgsbilanz der Kärntner Bauwirtschaft informierten heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler bei einer Pressekonferenz. Kärnten sei 2005 durch die vielen öffentlichen Investitionen und Aufträge, vom Packausbau bis zum Katschbergtunnel, das beste Baubundesland Österreichs gewesen, so Haider und Dörfler. Dies sei enorm wichtig für Beschäftigung, für die Bauwirtschaft und den ländlichen Raum. Allein heuer investiere die Asfinag 330 Mio. Euro in Kärnten. Wo der Bund helfe, sei Kärnten besonders gut aufgestellt. Anders sei die Situation im Landesstraßenbereich, bedauerte Dörfler.

Nach der Pressekonferenz wurde an Haider und Dörfler von den anwesenden Vertretern der Kärntner Bauwirtschaft eine Resolution überreicht. Darin fordern 14 Bauunternehmen, die an die 5.000 Beschäftigte vertreten, die Landesregierung auf, die für die Sanierung von Landesstraßen dringend erforderlichen Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro als Sonderfinanzierung freizugeben und damit einen Beitrag zum Beschäftigungseffekt im Straßenbereich zu leisten. Für die Kärntner klein- und mittelständischen Bauunternehmen seien gerade die öffentlichen Aufträge im Bereich der Landesstraßen bedeutsam.

Einige Baudaten im Detail: Der Hochbau, der in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 249,6 Mio. Euro eingebracht hatte, lag um 16,1 % über dem Vorjahresergebnis (Österreich: + 12,5 %), der Tiefbau mit einem Bauvolumen von 167,8 Mio. Euro überschritt das Vorjahresniveau gar um 25,3 % (Österreich: + 9,7 %). Bei den öffentlichen Aufträgen, die mit 161,2 Mio. Euro rund 37 % des gesamten Produktionswertes ausmachten, war ein Zuwachs um 27,4 % verzeichnet worden (Österreich: + 4,6 %), bei den Bauleistungen aus privaten Aufträgen lag der Anstieg mit einem Plus von 16,8 % nicht weit dahinter (Österreich: + 16,1 %). Der Bundesländervergleich zeigt für das erste Halbjahr 2006 eine regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Baukonjunktur. An der Spitze der Bundesländerreihung stehen Vorarlberg (+ 31,9 %) und Salzburg (+ 31,8 %), gefolgt von Tirol (+ 27,5 %), Niederösterreich (+ 22,2 %) und Kärnten (+ 20,5 %). Alle anderen Bundesländer bilanzierten ungünstiger, wobei im Burgenland (+ 2,2 %), in Oberösterreich (+ 0,7 %) und in Wien (- 2,3 %) stagnierende bis rückläufige Entwicklungen vorlagen. Für den Bundesdurchschnitt errechnet sich bei einem Gesamtumsatz von 5,25 Mrd. Euro ein Plus von 11,8 %.
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