Weidenholzer: Für Volkshilfe ist erster wichtiger Schritt in der Pflege getan

Wien (OTS) - Die erste Einigung der Regierungsverhandler im Pflegebereich ist positiv. Aber es fehlen noch wichtiges Puzzlesteine für ein gutes Gesamtbild.

Für Volkshilfe Österreich Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer ist "vor allem die Amnestie für die Betroffenen besonders wichtig. Denn die Volkshilfe hat immer darauf hingewiesen, dass jene Menschen nicht bestraft werden dürfen, die nach einer Lösung für die Betreuung ihrer Angehörigen gesucht haben und von der Politik lange Zeit alleine gelassen wurden."

"Jetzt ist es wichtig", so Weidenholzer, "auch die weiteren Schritte zu machen. Das bedeutet die Entwicklung von legalen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen auf der Basis des Kollektivvertrages für Sozial- und Gesundheitsberufe, der ja bereits bundesweit gültig ist. Im Zuge dessen müssen aber auch Qualitätsstandards für die 24-Stunden Betreuung festgelegt werden."

Weiters hält Weidenholzer fest, "dass der Reformeifer nicht auf halbem Weg erlahmen darf. Denn für ein stimmiges Gesamtbild fehlt noch der wichtigste Puzzlestein, die Finanzierung. Für die Volkshilfe Österreich steht dabei die Leistbarkeit solcher Dienste absolut im Vordergrund. Wir haben nichts davon, wenn die Dienste zwar legal sind, aber die überwiegende Mehrheit im Land kann sie sich nicht leisten."

Abschließend regt Weidenholzer an, "nicht auf jene rund 80% der PflegegeldbezieherInnen zu vergessen, die keine 24-Stunden Dienste in Anspruch nehmen. Sie haben ein Recht auf den Ausbau leistbarer, flächendeckender Versorgung mit mobilen, teilstationären und stationären Angeboten. Tageszentren, und Kurzeit- und Urlaubspflege entlasten pflegende Angehörige, betreutes und betreubares Wohnen und Wohngemeinschaften sind moderne Angebote für Menschen, die Pflege und Betreuung brauchen.

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