Öffentliche Infrastruktur für 95 Prozent der Österreicher wichtig

Laut Market-Umfrage sieht die Bevölkerung primär den Staat für Sicherung und Instandhaltung verantwortlich

Wien (OTS) - Ein klares Bekenntnis der Österreicherinnen und Österreicher zu öffentlicher Infrastruktur und öffentlichen Dienstleistungen zeigt das Ergebnis einer aktuellen Repräsentativ-Erhebung des Market-Instituts (n = 1000). Höchste Bedeutung wird der Energieversorgung, dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie dem öffentlichen Verkehr beigemessen.****

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden heute von Caspar Einem, VÖWG- und CEEP-Präsident, Martin Huber, Sprecher des Vorstandes der ÖBB-Holding AG, und David Pfarrhofer, Studienleiter des Market-Instituts, die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage präsentiert:

Bei der Energie hat die Versorgungssicherheit Top-Priorität. Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist für drei Viertel der Befragten persönlich ein wichtiges bzw. sehr wichtiges Anliegen. Bei Frauen ist dieser Wunsch etwas deutlicher ausgeprägt als bei Männern, ebenso bei der Bevölkerung bis 39 und ab 60 Jahren. Die Befragten sind im Grunde mit der Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Ballungszentren und entlang der Haupt-Verkehrsrouten zufrieden. In der Abstimmung zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln wird allerdings Verbesserungsbedarf gesehen.

Wunsch nach klarem Bekenntnis zur Infrastruktur-Finanzierung

Im Falle von Engpässen in der Versorgung mit Energie bzw. öffentlichem Verkehr ist eine relative Mehrheit dafür, staatliche Stellen zur Verantwortung zu ziehen. Zugleich sind die Befragten überwiegend der Meinung, die Unternehmen im Bereich Infrastruktur sollten weitgehend selbständig und ohne staatliche Eingriffe arbeiten können. "Das ist eine nicht ganz einfache Gemengelage der Wünsche", so der Präsident des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft (VÖWG) und ehemalige Verkehrsminister Caspar Einem. David Pfarrhofer, Studienleiter des Market-Instituts, erkennt jedenfalls den klaren Wunsch der Bevölkerung nach marktkonformem, eigenständigem Agieren der Unternehmen bei gleichzeitiger Sicherstellung der Infrastrukturfinanzierung durch den Staat. Dazu ÖBB-Chef Martin Huber: "Egal, wie die künftige Bundesregierung aussehen wird, es braucht ein klares Bekenntnis zur Finanzierung und zum zielgerichteten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur."

Öffentlicher Verkehr wichtig für Wirtschaftsstandort

95 Prozent halten die Versorgung mit öffentlichem Verkehr auch für den Wirtschaftsstandort Österreich für essentiell. Ebenso rund 90 Prozent sind der Ansicht, dass in erster Linie die öffentliche Hand für die Infrastruktur im öffentlichen Verkehr zuständig ist. Für die Befragten ist entscheidend, dass die Qualität der Leistung stimmt. Der Staat soll die Mittel und Rahmenbedingungen zur Sicherung der öffentlichen Infrastruktur zur Verfügung stellen. Dazu Caspar Einem:
"Nach Jahren, in denen man den Eindruck gewinnen konnte, dass Qualität nur privat möglich wäre, ist dieses Ergebnis doch sehr deutlich. Die Menschen wollen öffentliche Verantwortung, und sie wollen auch sehr konkrete Verbesserungen. Das wird uns, den Unternehmen des öffentlichen Bereichs und den Dienstleistern von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse, die im VÖWG organisiert sind, Richtschnur für unsere weitere Arbeit sein". Huber abschließend:
"Verbesserungen im Infrastrukturbereich brauchen ihre Zeit. Wir sind aber auf gutem Wege: Denn die 2005 gestartete Investitionsoffensive -bis 2010 werden 10 Milliarden Euro für den Ausbau der Infrastruktur und den Ankauf neuer Züge aufgebracht - stellt sowohl volkswirtschaftlich als auch im Sinne der bestehenden und künftigen Kunden einen Meilenstein in der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs dar."

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