Wetschka: Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer zentrale Jungbauernforderung

Finanzierung der Ländlichen Entwicklung muss gewährleistet werden

Wien (AIZ) - "Wie vor der Wahl von der ÖVP versprochen, müssen die Verhandler bei den Koalitionsgesprächen die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer unbedingt als Ziel im Auge behalten", sagte heute Martin Wetschka, Obmann der Bauernbund Jugend, in einer Aussendung. Für junge Landwirtinnen und Landwirte seien die hohen Erbschaftssteuer- beziehungsweise Schenkungssteuersätze oft das Knock-out-Kriterium bei der Frage der Hofübernahme. "Die Bereitschaft, mit einer hohen Steuerschuld den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, noch dazu unter in weiterer Zukunft schwer planbaren Rahmenbedingungen, wird immer geringer", so Wetschka. "Die Politik muss sich ihrer Verantwortung bewusst werden und Mut machen, damit der Beruf Bäuerin und Bauer auch eine Zukunftsperspektive hat."

Als zweiten wichtigen Schritt für eine positive Zukunftsperspektive der Jungbauernschaft sieht Wetschka den Ausbau des Bildungsangebots. "Mehr Ausbildungsplätze im Bereich der landwirtschaftlichen Mittelschulen sind der Grundstein für eine neue Generation an Bäuerinnen und Bauern, die den immer höheren Anforderungen des zunehmend globalisierten Marktes gewachsen sind. Nur durch eine gute Ausbildung der Betriebsführerinnen und Betriebsführer kann die Modernisierung der heimischen Betriebe weitergehen", sagte Wetschka.

Finanzierung der Programme sicherstellen

Die finanzielle Sicherstellung der Ländlichen Entwicklung sei ein nötiger Schritt, um die Infrastruktur in ländlichen Gebieten weiter auszubauen. Dadurch könnten nicht nur Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern auch die Lebensqualität der Bevölkerung am Land kann erheblich gesteigert werden. "Gerade jungen Frauen in ländlichen Gebieten ist das Angebot einer guten Infrastruktur an Straßen, Krankenversorgung, Nahversorgung und Kinderbetreuung ein zentrales Anliegen. Nur wenn die Politik diesen Ansprüchen entgegenkommt, kann der ländliche Raum ein belebter Raum bleiben und potenzielle Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer können motiviert werden, ihre Zukunft in der Landwirtschaft zu planen", so Wetschka abschließend. (Schluss)

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