922.000 Haushalte warten auf klare energiepolitische Signale

Wien (OTS) - Fünf Forderungen: Energieträger gleichstellen / Energiesparen propagieren / Umstieg auf moderne Ölheizung fördern / Feinstaub wirkungsvoll bekämpfen / Offenheit für neue Entwicklungen

Rund 922.000 Haushalte oder 3 Millionen Menschen in Österreich erzeugen ihre Wärme mit Heizöl. Hier liegt für die Politik ein enormes Potenzial: Für zielführendes Energiesparen, für umweltfreundliches Heizen und für die Unterstützung tausender Haushalte in ihrem Grundbedürfnissen. Weil diese Haushalte ihre Interessen bisher nicht gebündelt artikulieren konnten, hat das IWO-Österreich (Institut für wirtschaftliche Ölheizung) diese Forderungen in einem 5-Punkte-Programm formuliert.

Forderung 1: Gleichstellung mit anderen Energieträgern

Je nach Umgebung und den Anforderungen der Bewohner haben alle Energieträger in den Haushalten ihre Bedeutung. "Planwirtschaft" und Einmischung des Staates sind auch im Bereich Raumwärmemarkt abzulehnen. Eine Ungleichbehandlung der Energieträger durch die Politik ist nicht tragbar. Das IWO-Österreich fordert namens der 922.000 mit Öl beheizten Haushalte daher:

  • Förderung des Energiesparens statt Förderung einzelner Brennstoffe
  • Beseitigung von diskriminierenden, vom Energieträger abhängigen Regelungen in den Wohnbauförderungs-Gesetzen der Länder
  • Sofortiges Ende des Einsatzes von Steuermitteln für die öffentliche Kommunikation, Bewerbung und Stützung von unwirtschaftlichen Alternativenergien und entsprechenden Interessensgruppen
  • Angemessene Berücksichtigung und sachliche Bewertung flüssiger Brennstoffe in den Unterrichtsmaterialien für entsprechende Ausbildungsformen (z.B. in Höheren Technischen Lehranstalten und einschlägigen Berufsschulen)

Forderung 2: Erhöhung der Energieeffizienz

Von EU-Ebene kommen Regelungen auf uns zu, die die Energiepolitik Österreichs in den nächsten Jahren entscheidend beeinflussen werden. Die Endenergie-Effizienzrichtlinie ist ein Beispiel dafür:
Österreichs Politik hat hier massiven Nachholbedarf, die Mineralölbranche und das IWO-Österreich stehen mit Expertise und konkreten Vorschlägen zur Umsetzung bereit. Das IWO-Österreich fordert in diesem Zusammenhang:

  • Ein klares Bekenntnis zum Energiesparen unabhängig vom Energieträger
  • Die Zuweisung von Fördermitteln zu entsprechenden Programmen anerkannter und industrienaher Institutionen und Partner

Forderung 3: Öffentliche Fördermittel für den Ölkesseltausch

Eine moderne Ölheizung spart bis zu 40% Energie gegenüber einer Altanlage. Möglichst viele Altanlagen auf den Stand der Technik zu bringen, sollte logisches Anliegen der Politik sein. Dazu fordert das IWO-Österreich:

  • Eine bundesweit einheitliche Förderung für den Umstieg auf Öl-Brennwerttechnik
  • Die angemessene Kommunikation dieses Angebots in gleicher Weise wie sie für andere Kampagnen im Energiebereich erfolgt

Forderung 4: Zielführende Maßnahmen gegen Feinstaub, auch wenn sie schmerzen

Holzverbrennung ist eine der Hauptursachen von Feinstaub. Dieser wissenschaftlichen Erkenntnis muss die Politik Rechnung tragen, auch wenn damit bisherige Zielsetzungen und Vorgehensweisen relativiert werden. Das IWO-Österreich fordert daher

- eine unabhängige und umfassende wissenschaftliche Studie zu den Folgen der Feinstaubbelastung und ihren Ursachen in Österreich

- Entscheidungen über Fördermittel für Energieträger müssen auch die erzeugte Feinstaubbelastung durch den jeweiligen Energieträger berücksichtigen

Forderung 5: Neue Entwicklungen bei Flüssigbrennstoffen unterstützen

Während Festbrennstoffe und Fernwärme mit enormen Problemen kämpfen (Preis, Versorgungslage, Leitungsverluste etc.), werden die bewährten Systeme im Bereich der Flüssigbrennstoffe laufend weiterentwickelt. Die Beimengung biogener Komponenten eröffnet neue Dimensionen und macht deutlich, dass die Ölheizung eine große Zukunft vor sich hat. Das IWO-Österreich fordert daher

  • die Unterstützung entsprechender Forschungsinitiativen mit öffentlichen Mitteln
  • das grundsätzliche Bekenntnis zu flüssigen Brennstoffen und ihrer Weiterentwicklung

Das IWO-Österreich (Institut für wirtschaftliche Ölheizung) ist die Kompetenzstelle der Mineralölwirtschaft für Heizfragen. Seit 1989 als Verein organisiert, bündelt es die Interessen von Heizölproduzenten und Brennstoffhändlern, Kessel- und Tankerzeugern, Herstellern von Kaminsystemen und weiteren Unternehmen sowie Institutionen im Umfeld des Heizsystems Ölheizung. Wichtigste Aufgabe ist die öffentliche Darstellung der Vorteile der Ölheizung sowie die Argumentation für die Ölheizung, speziell ihrer ökonomischen, ökologischen und technologischen Vorteile.

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