Die Agenda der österreichischen Film- und Musikwirtschaft

Eine Pressepräsentation des Fachverbandes der Audiovisions- und Filmindustrie am 25. Oktober 2006, 9:30 Uhr, Cafe Landtmann

Wien (PWK703) - Weltweit löst die Digitalisierung eine Wachstumswelle im Film- und Musikbereich aus - eine Branche erfindet sich scheinbar neu. Österreich ist neben der strukturellen schwierigen Situation als kleiner Inlandsmarkt in einem großen Sprachraum mit den Problemen einer chronischen Unterdotierung der Förderung, der versäumten Festigung des Medienstandortes (gerade im Hinblick auf neue Contentplattformen), der geringen Eigenkapitalausstattung der Film- und Musikunternehmen und nicht zuletzt prosperierender neuer Konkurrenz direkt vor der eigenen Haustür v.a. der neuen EU-Mitgliedsstaaten konfrontiert.

Der Produktionsstandort Österreich wird - mit allen Konsequenzen im kulturellen und ökonomischen Bereich - in Frage gestellt, wenn nicht auf politischer Ebene rasch Konsequenzen gezogen werden.

Der Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie, als gesetzliche Interessensvertretung der österreichischen Film- und Musikwirtschaft, hat daher die notwendigen Maßnahmen zur

  • Stärkung der Verwertungsmärkte für Film- und Musikindustrie und Anhebung der Marktpräsenz im In- und Ausland,
  • Stärkung der Rechtspositionen der Eigenkapitalausstattung der unabhängigen Produzenten und
  • angemessenen Vergütung für alle Nutzungsarten in seinem Forderungsprogramm an die zukünftige Bundesregierung festgehalten und ein Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Erreichung dieser Ziele skizziert.

Dieses beinhaltet:

  • die Schaffung eines intelligenten Fördersystems, basierend auf den drei Säulen Kultur- und Wirtschaftsförderung, privates Kapital durch Steueranreize und höhere Verwertungserlöse ,ergänzt um effiziente Administration und Kontrolle,
  • Forderungen zu Bildung und Ausbildung, zur Stärkung der rechtlichen Position des Produzenten - gerade auch im Verhältnis zu der im österreichischen Markt dominierenden Fernsehanstalt,
  • Maßnahmen zur Wahrnehmung der filmischen Leistung in der Öffentlichkeit und
  • ein, an einer Steigerung des In- und Auslandsmarktes orientiertes Maßnahmenpaket für die österreichische Musikwirtschaft.

Der Fachverbandsobmann und Filmproduzent (Dor Film) Danny Krausz warnt: "Wenn die österreichische Politik jetzt nicht handelt, verschlafen wir wichtige Chancen. Es droht nicht nur eine Erosion kultureller Qualität sondern auch der Verlust von bis zu 45.000 Arbeitsplätzen in der österreichischen Contentwirtschaft und angrenzenden Branchen!" (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie
Tel.: (++43) 0590 900-3010
Fax: (++43) 0590 900-276
mueller@fafo.at
www.fafo.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005