BM Haubner: Keine Anhebung des Pensionsalters

"Müttergeld" in Österreich einführen

Wien 2006-10-25 (OTS) - BZÖ-Sozialministerin Ursula Haubner erteilte heute den Überlegungen das Pensionsantrittsalter in Österreich zu erhöhen eine klare Absage. "Österreich, das bestätigt auch eine Studie der EU, nimmt europaweit eine Vorbildfunktion ein. Mit dem BZÖ in der Regierung haben wir rechtzeitig die Pensionen, gerade für die jüngere Generation, nachhaltig gesichert", so Haubner. Österreich hat beispielsweise jährlich bereits um ca. ein Drittel mehr Durchschnittspension als Deutschland.

Die Fakten sprechen für den österreichischen Weg:

  • 2006 und auch 2007 wurden und werden über 90% der Pensionen mit der vollen Inflationsabgeltung erhöht.
  • Ab 2009 erhalten alle Pensionistinnen und Pensionisten die volle Inflationsabgeltung.
  • Die durchschnittliche Pensionshöhe hat sich von 2000 bis August 2006 um 14,3 Prozent erhöht.
  • Auch die Kindererziehungszeiten werden seit 1.1.2005 für die Pension neu bewertet. Pro Kind werden bis zu 4 Jahre pensionsbegründende Zeiten auf Basis von 1.350 Euro angerechnet. Bestehende Einkommen werden additiv eingerechnet, womit SPÖ Forderungen in den Koalitionsverhandlungen längst umgesetzt sind. Für einen Eigenpensionsanspruch reichen schon 7 Erwerbsjahre, wenn die restlichen Jahre auf die notwendigen 15 Versicherungsjahre zB durch Kindererziehungszeiten aufgefüllt werden.
  • Die Höhe des Ausgleichzulagenrichtsatzes für Alleinstehende wurde über die Armutsgrenze gehoben. Davon profitieren 188.000 Pensionistinnen und Pensionisten.

"Ich fordere die Koalitionsverhandler in SPÖ und ÖVP auf, Belastungen wie die Erhöhung des Pensionsantrittsalters und des Rentenbeitrages wie beispielsweise in Deutschland, in Österreich nicht zum Thema zu machen. Viel wichtiger wäre es, denjenigen Müttern über 60 Jahre, die aufgrund der Kindererziehung während der Zeit der großen Koalition keinen Anspruch auf eine eigene Pension erwerben konnten, mit einem Müttergeld monatlich soziale Gerechtigkeit zukommen lassen. Es ist unsere Verpflichtung als BZÖ, bei diesem berechtigten Anliegen von über 100.000 Frauen nicht locker zu lassen", bekräftigte Haubner abschließend.

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