Cadmium in Ananas aus Kenia

"Del Monte" knapp unter dem Grenzwert.

Wien (OTS) - Seit Monaten tauchen in Europa Ananas aus Kenia auf, die den zulässigen Grenzwert für Cadmium deutlich überschreiten. Zuletzt hat Anfang Oktober ein großer Schweizer Händler eine Reihe von Produkten (Ananas in Dosen sowie Fruchtcocktail von "Del Monte") aus dem Verkehr gezogen. Ob für heimische Konsumenten Gefahr besteht, wollte das Onlineportal www.konsument.at wissen und hat Ananas in Dosen aus dem österreichischen Handel untersucht. Das Ergebnis: Die neun untersuchten Produkte liegen alle unter dem Grenzwert und entsprechen dem Lebensmittelrecht. Aber: "Del Monte Ananas Stücke" liegt nur knapp unter dem erlaubten Höchstwert.

Der zugelassene Grenzwert bei Lebensmitteln beträgt 50 Mikrogramm pro Kilogramm. Das Produkt des Markenproduzenten "Del Monte" weist einen Cadmiumanteil von 46 Mikrogramm pro Kilogramm auf. Damit ist die Belastung um mehr als das Zehnfache höher als bei den meisten anderen Produkten, bei denen weniger als vier Mikrogramm pro Kilogramm gemessen wurden. Überdurchschnittliche Werte stellten die Tester auch in den Produkten "Clever Ananas Scheiben" (19 Mikrogramm pro Kilogramm) und "First Fruit Ananas in Stücken" (39 Mikrogramm pro Kilogramm) fest.

Cadmium ist eine häufig auftretende Verunreinigung des Zink und wird unter anderem in Nickel-Cadmium-Akkus eingesetzt. Es ist auch in geringen Mengen giftig und reichert sich im Menschen an. "Cadmium stört unter anderem die Funktion der Nieren, Nerven und des Immunsystems und beeinträchtigt die chemische Zusammensetzung des Blutes, was sich auf zahlreiche Körperfunktionen auswirken kann", erklärt "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Der hohe Cadmium-Anteil bei Ananas-Produkten aus Kenia ist vermutlich auf falschen Düngemitteleinsatz zurückzuführen.

Beck geht davon aus, dass derzeit nur Ananas aus Kenia betroffen sind, im Rahmen des EU-Schnellwarnsystem gibt es bislang keine Meldungen über andere Länder. Grenzwertüberschreitungen haben neben der Schweiz auch Dänemark, Belgien, Finnland und Norwegen gemeldet.

Die Untersuchungsergebnisse erhalten Konsumenten auf www.konsument.at.

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