Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Gabi Russwurm-Biro: Die Fackel der Freiheit

Klagenfurt (OTS) - Aussichtslose Revolution? Panzer und Fahnen, weinende Kinder und Frauen. Das sind die Bilder von 1956. Der ungarische Volksaufstand kostete 2600 Menschen das Leben, Zehntausende wurden inhaftiert, 180.000 flüchteten ins Ausland. In jenen 13 Herbsttagen des Jahres 1956 fand aber auch die bedeutendste Revolution gegen das kommunistische System innerhalb Europas statt. Seit 1948 herrschte in Ungarn das stalinistische Regime mit eiserner Hand. Am 4. November 1956 bereiteten sowjetische Panzer der kurzen Freiheit ein brutales Ende.

Und trotzdem: Die Fackel der Freiheit war entzunden. Deren Licht brannte im Prager Frühling ebenso weiter wie beim Niedergang der Diktaturen in Spanien, Portugal und Griechenland. Sie flackerte noch kräftig in Polen bei der "Solidarnosc"-Bewegung unter Lech Walesa auf und - in letzter Konsequenz - beim Fall der Berliner Mauer. Der Eiserne Vorhang war ja zu allererst in Ungarn "brüchig" geworden und Tausende nützten die Grüne Grenze zur Flucht in den Westen. Die magyarischen und moderaten "Gulaschkommunisten" hatten 1989 ihrem Regime den Gnadenstoß gegeben.

Nach 33 Jahren war es dann so weit: Der Kommunismus in Europa brach in sich zusammen. Das Opfer der Revolutionäre von Ungarn war nicht umsonst.

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