Feinstaub - Scheele begrüßt Einigung im EU-Umweltministerrat

Deutliche Nachbesserungen notwendig

Wien (SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele begrüßt den heute gefassten Beschluss der EU-Umweltminister, der sich teilweise gegen die Lockerung der EU-Feinstaubrichtlinie durch das Europäische Parlament stellt. "Als Mitglied des Umweltausschusses habe ich mich im Parlament gegen die Hinaufsetzung der zulässigen Überschreitungen der Grenzwerte von 35 auf 55 Tagen pro Jahr bei Partikeln von 10 Mikrometer (PM 10) eingesetzt. Diese Position haben heute auch die Umweltminister eingenommen. Wermutstropfen ist aber, dass das Europäische Parlament einen zulässigen Grenzwert von 33 Mikrogramm pro Kubikmeter beschlossen, der Rat sich heute jedoch für 40 Mikrogramm ausgesprochen hat", so Karin Scheele heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Scheele: "Dass nun auch endlich verbindliche Grenzwerte bei den besonders schädlichen Kleinstteilchen der Klasse PM 2,5 gelten sollen, ist erfreulich. Als besonders ambitioniert kann die heute beschlossene Vorgabe von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter jedoch nicht bezeichnet werden. Entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wäre ein Grenzwert von zehn Mikrogramm erforderlich. Bedauerlicherweise forderte das Europäische Parlament in seiner ersten Lesung auch nur einen Grenzwert von 20 Mikrogramm ab 2015. Hier sind daher in zweiter Lesung noch bedeutende Nachbesserungen nötig."

In den folgenden Verhandlungen zur Feinstaubrichtlinie gelte es alles daran zu setzen, auch bei dieser Partikelgröße zumindest eine noch gesundheitsfreundlichere Regelung zu erzielen. "Feinstaub führt zu enormen Belastungen bei der Bevölkerung. Die Krankheitsbilder reichen von Husten, Bronchitis, Asthma, Verschlechterung der Lungenfunktion und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zu erhöhter Lungenkrebsgefahr. Daher ist es an der Zeit, entsprechende Maßnahmen zu setzen", fordert Scheele abschließend. (Schluss) ps/mp

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