Entscheidung um Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz ist gefallen

Stv. Bundesvorsitzender Johann Holper designiert

Wien (GBH/ÖGB) - Einstimmig ist heute im Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) die Entscheidung über die Nachfolge von Johann Driemer als Bundesvorsitzenden der GBH gefallen. Als neuer Bundesvorsitzender wird der Stv. Bundesvorsitzende Johann Holper dem 17. Gewerkschaftstag der GBH am 8. und 9. November 2006 zur Wahl vorgeschlagen. ++++

Als Kandidat des GBH-Bundesvorstandes für die Funktion des GBH-Bundesvorsitzenden war der Stv. Bundesvorsitzende Josef Muchitsch bereits im Juni 2005 designiert worden. Muchitsch ist nun nach einem äußerst erfolgreichen Vorzugsstimmenwahlkampf von den WählerInnen in seinem Wahlkreis gewählt worden. Auch bei den SPÖ-Zugewinnen in den Wahlkreisen war Muchitsch österreichweit am erfolgreichsten. Nach einem Parteientscheid kann Muchitsch daher durch den Einzug ins Parlament nicht mehr zum Bundesvorsitzenden der GBH gewählt werden.

Die GBH vertritt die Meinung, dass die Ausübung eines Mandates im Parlament durch Josef Muchitsch zur Lösung vieler offener Probleme der Bau- und HolzarbeiterInnen beitragen wird und damit höchste Priorität hat.

Mit 100 Prozent Zustimmung wurde daher der Stv. Bundesvorsitzende und Wiener GBH-Landessekretär Johann Holper vom GBH-Bundesvorstand für diese Funktion designiert. Johann Holper ist 56 Jahre alt. Er ist seit 1988 in der Gewerkschaft Bau-Holz tätig, seit 2003 als Landessekretär der GBH Wien. Seit 2002 ist er Stellvertretender Bundesvorsitzender. Holper: "Ich werde diese Herausforderung gerne annehmen. Es ist für mich nichts Neues, Verantwortung zu tragen, das habe ich auch über lange Jahre erst als Betriebsratsvorsitzender und schließlich als Landessekretär der GBH Wien und Stv. Bundesvorsitzender getan. Ich erwarte, dass der 17. Gewerkschaftstag im November mich bei der Wahl als neuen Bundesvorsitzenden bestätigt. Wir werden die Zukunftsthemen und -forderungen für die Bau- und HolzarbeiterInnen, die am 17. Gewerkschaftstag diskutiert und beschlossen werden, in den kommenden Jahren gemeinsam umsetzen. Josef Muchitsch wird unsere Forderungen als Nationalratsabgeordneter im Parlament einbringen. Wir werden natürlich auch die ÖGB-Reform wesentlich mitgestalten."

Josef Muchitsch wird der 17. Fraktionskonferenz der FSG-GBH ebenfalls mit 100 Prozent Zustimmung des Bundesfraktionsvorstandes als FSG-Bundesfraktionsvorsitzender zur Wahl vorgeschlagen. Muchitsch: "Die letzten drei Wochen seit dem 1. Oktober waren für mich persönlich nicht leicht. Anstatt den Wahlerfolg genießen zu können, stieg der tägliche Druck, eine Entscheidung zwischen NR-Mandat und Gewerkschaftsvorsitz zu treffen. Um die Anliegen der Beschäftigten unserer Branchen und der Menschen in meiner Region auch im Nationalrat einbringen und umsetzen zu können, habe ich mich entschlossen, das Mandat anzunehmen. In der Funktion des Bundesfraktionsvorsitzenden werde ich mich ehrenamtlich und ohne Funktionsentschädigung weiterhin voll für die Bau- und HolzarbeiterInnen einsetzen. Mit Geschlossenheit und gemeinsamen Einsatz werden wir in der GBH ein starker und gestaltender Bestandteil im ÖGB zum Wohle der Beschäftigten der Bau- und Holzwirtschaft bleiben."

Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, ergänzt: "Als noch amtierender Bundesvorsitzender begrüße ich diese rasche und einhellige Entscheidung in der Frage meiner Nachfolge sehr. Dies beweist die Geschlossenheit der Gewerkschaft Bau-Holz, die nötig sein wird, um die wichtigen Fragen der Zukunft wie eine sozial verträgliche Pensions- und Gesundheitsreform, eine Schwerarbeitsregelung, die diesen Namen auch verdient, aber auch die ÖGB-Reform gemeinsam zu bewältigen."

ÖGB, 23. Oktober 2006
Nr. 695

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