Pirklhuber: Hilflosigkeit der Politik bei illegalen Gentech-Lebensmitteln

Grüne: Nachweismethoden und Analysekapazitäten dringend verbessern

Wien (OTS) - "Mehr als jede fünfte Probe von Langkornreis aus den USA war in Österreich mit dem gentechnisch veränderten Reis LL601 verunreinigt, trotzdem wurden die KonsumentInnen von BM Rauch-Kallat weder gewarnt noch ausreichend darüber informiert", kritisiert der Sprecher der Grünen für Lebensmittelsicherheit, Wolfgang Pirklhuber.

"Beim Gentechnikreis LL601 konstatierte selbst die gentechnikfreundliche Europäische Lebensmittelagentur EFSA einen Mangel an ausreichendem Datenmaterial", erläutert Pirklhuber. "Die Gentechnik-Konzerne spielen derzeit mit der Politik Katz und Maus, denn weder die EFSA noch die AGES verfügen derzeit über das notwendige Know-how oder die erforderlichen Ressourcen, um das Vorhandensein von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen festzustellen", kritisiert Pirklhuber. Die Gentech-Firmen müssten dazu gebracht werden, sämtliche Unterlagen über die Nachweismethoden und ausreichendes Referenzmaterial zur Verfügung zu stellen, um den zuständigen Behörden die Möglichkeit zu geben, gentechnische Kontaminationen auch festzustellen. Weiters sei dringender Forschungsbedarf gegeben und eine EU-weit einheitliche Strategie über Nachweismethoden zu entwickeln, so Pirklhuber, der BM Rauch-Kallat auffordert, endlich ausreichende Mittel für die Forschung und die Labors der AGES zur Verfügung zu stellen.

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