100 Artists-in-Residence im MuseumsQuartier Wien

quartier21/MQ fördert mit "AiR"-Programm den internationalen Künstleraustausch

Wien (OTS) - Bereits 100 KünstlerInnen aus vier Kontinenten waren seit Beginn des Artist-in-Residence-Programms des quartier21/MQ zu Gast in einem der mittlerweile fünf Künstlerstudios am Areal des MusuemsQuartier Wien. Mit seinem AiR-Programm unterstützt das MuseumsQuartier den internationalen Austausch unter KünstlerInnen und fördert die Vernetzung der im MQ - und insbesondere im quartier21 -ansässigen Kulturinstitutionen. Die "Gast-Artist" kommen dabei aus den verschiedensten Sparten: aus den Bereichen Mode, Design, Musik, Neue Medien ebenso, wie aus der Ton- oder der Bildenden Kunst uvm.

Anlässlich des aktuellen Jubiläums erscheint mit der Publikation "100 Artists-in-Residence" ein Überblick und Rückblick auf die ersten 100 Künstlerinnen und Künstler und ihr Schaffen. Die Publikation wird ab morgen Dienstag, 24.10., in der Buchhandlung Prachner und im MQ-Point erhältlich sein.

"Viele der KünstlerInnen die in den letzten 3 Jahren in unseren Studios gelebt und gearbeitet haben, zählen heute bereits zu den etablierten Vertretern in ihren Bereichen. Mit ihren Arbeiten, die das breite inhaltliche Spektrum des MQ und des von uns geförderten und gelebten Kulturbegriffs zeigen, haben "die ersten 100" das Leben vieler Menschen enorm bereichert. Mittlerweile übersteigt die Nachfrage nach Studioplätzen aus aller Welt längst unsere Kapazität. Ein Erfolg, der ohne die einladenden Institutionen und unsere Partner Erste Bank und Wiener Stadtwerke nicht möglich gewesen wäre", betont Wolfgang Waldner, Direktor des MuseumsQuartier Wien, anlässlich des Jubiläums.

Die Details des AiR-Programm des quartier21/MQ

Die Idee zu einem Artist-in-Residence-Programm hatte MQ-Direktor Wolfgang Waldner aus New York mitgebracht, wo er 12 Jahre lang das österreichische Kulturinstitut leitete. Vorbild war das Künstlerstudioprogramm am "PS 1" und andere amerikanische Einrichtungen.

Heute, knapp vier Jahre nach dem Start des Programms mit anfänglich zwei Studios, stehen bereits fünf Lebens- und Arbeitseinheiten für GastkünstlerInnen am Areal zur Verfügung.

Sowohl die Nominierung als auch die engere Betreuung der Gastkünstler erfolgt durch die im quartier21 ansässigen Kulturinstitutionen. Der Grund für diese unkomplizierte und basisdemokratische Vorgehensweise ist, dass das Stipendienprogramm nicht nur Gäste nach Wien holen, sondern auch die internationale Vernetzung der quartier21 Mieter unterstützen soll. Alle rd. 40 q21-Partner können Gäste für eine Zeitspanne von einem bis zu vier Monaten vorschlagen. Anhand eines Projektplans und der Biographie des Künstlers/der Künstlerin prüft die MuseumsQuartier Errichtungs- u. BetriebsgesmbH die Qualität der vorgeschlagenen Projekte und koordiniert die einzelnen Anträge zeitlich.

Für die Finanzierung der Studios und der Stipendien konnten zwei Partner gewonnen werden, die bis heute Unterstützer des Programms sind, die Erste Bank und die Wiener Stadtwerke, die bereits seit 2001 Generalsponsor des MuseumsQuartier Wien sind.

"Als größter kommunaler Dienstleister Österreichs übernehmen wir Verantwortung auch in Bereichen, die über unsere wirtschaftliche Kernfunktion hinausgehen. Es ist uns ein Anliegen unseren Beitrag zur sprichwörtlichen Wiener Lebensqualität zu leisten. Und hier ergibt sich für uns die Andockstation zum MuseumsQuartier und quartier21. Die Qualität als magnetisierendes Kulturviertel, als urbaner Naherholungsraum, als Garant für das Eingehen auf unterschiedliche Kulturbedürfnisse und -aktivitäten, all das sind Eigenschaften und Werte die wir als Wiener Stadtwerke gerne unterstützen", sagte Dr. Felix Joklik anlässlich des Jubiläums des AiR-Programms im quartier21.

Bereicherung durch 100 Gäste aus nahezu allen Kunstsparten

Am 13. Oktober 2002 konnten - als nach dem offiziellen Start des Programms erste Stipendiaten -"Cosmic Wonder" begrüßt werden. Dahinter verbarg sich der Modedesigner Yukinori Maeda aus Japan, der von "Wendy & Jim", alias Hermann Fankhauser und Helga Schania, eingeladen worden war und zwei AssistentInnen mitbrachte.

Seit damals sind unzählige spontane Performances, Aufführungen, Konzerte und auch längerfristige Kooperationen zwischen zur selben Zeit anwesenden KünstlerInnen entstanden: Der Soundkünstler Kai Fagaschinski z.B. komponierte die Musik zu einem Film von Alys Hawkins, Elka Krajewska macht Fotos für Sigtryggur Sigmarsson, Tomáš Vanek und Juraj Carný betrieben eine "Instant Fusion", die Klangkünstler Michal Rataj und Andres Bosshard gestalteten mit Zlatan Vukosavijevic einen Abend als "spontanes Arbeitsresultat von Nachtgesprächen" und die Musiker Mattin und Dean Roberts brachten gar eine gemeinsame CD heraus.

2003 ging das MQ mit dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten eine Partnerschaft ein. Und Ende desselben Jahres begann auch die Zusammenarbeit mit "tranzit", dem Kunstprogramm der Erste Bank. Seither steht jeweils ein Studioplatz pro Monat für eine/n ausgewählte/n tranzit-Künstler/in zur Verfügung.

"tranzit ist eine langfristige Initiative zur Förderung zeitgenössischer Kunstprojekte in Zentral- und Osteuropa, die von der Erste Bank Gruppe getragen wird. Die langfristige Förderung von Kunst und Kultur in Österreich und Zentral- und Osteuropa ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir unterstützen künstlerische Projekte die sich mit Entwicklungen in Kunst und Gesellschaft auseinander setzen und neue Sichtweisen und Strategien entwickeln, und haben hier mit dem quartier21 eine ideale und fruchtbare Partnerschaft entwickelt die wir weiterführen und intensivieren wollen", so Boris Marte, Leiter des Bereichs Corporate Sponsoring der Erste Bank.

Die weiteren Pläne für das AiR-Programm

Derzeit wird bereits an einem weiteren Ausbau des AiR-Programm gearbeitet. Um der großen Nachfrage sowohl von Seiten der q21-Institutionen als auch internationaler KünstlerInnen gerecht werden zu können, wird die Eröffnung eines sechsten Künstlerstudios geplant. Zudem soll noch stärker als bisher einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben werden, die in Wien entstandenen Arbeiten der jungen Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Im transeuropa Trakt des quartier21 wird an der Realisierung der "AiR-Base" gearbeitet, einer rd. 70m2 großen Fläche, die künftig den Gast-Artists als Ausstellungs- und Performance Raum dienen soll.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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