FPÖ drängt nach EU-Gipfel auf Reparatur des Ökostromgesetzes

Hofer: Weichen für Unabhängigkeit müssen heute gestellt werden

Wien (OTS) - Während die EU-Staats- und Regierungschefs nach ihrem jüngsten EU-Gipfel mit Rußlands Präsident Putin beteuern, "mit einer Stimme gesprochen zu haben", drängt sich der Eindruck auf, dass diese Stimme nicht gehört wurde.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Die EU-Verhandler legten in Lahti, dem finnischen Skispringer-Zentrum, eine klassische Bruchlandung hin. Da ändern auch die obligaten nachträglichen Behübschungen nichts daran. Tatsache ist, dass sich Rußland weigert, der EU langfristige Liefergarantien für seine fossilen Energieträger zuzubilligen. Die Europäische Energie-Charta aus dem Jahre 1994 wird von Rußland weiterhin nicht ratifiziert."

Auch Österreich ist davon betroffen. Norbert Hofer: "60 Prozent unserer Haushalte bleiben ohne russisches Hilfe ohne Energie. Daher ist es notwendig, dass wir uns endlich unabhängig machen und die reichlich vorhandenen heimische Ressourcen nutzen."

Die Wasserkraft deckt bereits über 50 Prozent des in Österreich verbrauchten Stroms ab. Es sind, so die FPÖ, aber noch immer Kapazitäten für einen weiteren Ausbau vorhanden. Bei der Nutzung von Biomasse, Stroh und Stallmist für Biogas hat man die Möglichkeiten noch nicht einmal ansatzweise ausgereizt. So werden bis heute nur 60 Prozent des jährlichen Holzzuwachses als Biomasse auch tatsächlich geerntet.

Hofer: "Diese Ressourcen endlich effizient zu nützen und durch dezentrale Energieversorgung zur Versorgungssicherheit, einer Stärkung des ländlichen Raumes, der Schaffung neuer Arbeitsplätze und dauerhafter Unabhängigkeit von Importen beizutragen, ist das Gebot der Stunde. Die simple Formel für Österreichs Energieautonomie lautet: Input statt Putin. Wichtigste Maßnahme ist daher eine Reparatur des für Energieautonomie hinderlichen Ökostromgesetzes nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes."

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