ÖAMTC: 29 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten verunfallten von September bis November

Nebel, Dämmerung, Dunkelheit und tiefstehende Sonne bergen erhöhtes Unfallrisiko in den Herbstmonaten

Wien (OTS) - Der Herbst ist im Straßenverkehr eine besonders gefährliche Jahreszeit. Im Vorjahr sind 2.504 Personen bei Unfällen in der Dämmerung verunglückt, 47 davon tödlich. Insgesamt passierten laut Statistik Austria in den typischen Herbstmonaten September bis November 10.760 Unfälle mit 223 Getöteten. Das sind 29 Prozent aller tödlich verunglückten Unfallopfer des Jahres 2005. Besonders rasch wechselnde Lichtverhältnisse fordern Fahrzeuglenker im Herbst. "Auch am Wochenende gab es wieder Unfälle durch Blendung bei tiefstehender Sonne", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Ganz wichtig sind daher neben der Sonnenbrille, saubere Scheiben, um Spiegelungen und Reflexionen zu vermeiden, sowie die Sonnenblende. Zur Erinnerung: Wer bei Tempo 100 nur für eine Sekunde geblendet wird, ist rund 30 Meter im Blindflug unterwegs.

Körper stellt sich auf Winterzeit ein - Müdigkeit und langsamere Reaktion sind die Folge

Obwohl die Temperaturen tagsüber noch angenehm wie im Spätsommer sind, tickt die innere Uhr bereits anders. "Die Tage werden kürzer. Der Körper stellt sich langsam auf den Winter ein. Müdigkeit und eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit sind die Folge", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Dadurch steigt die Gefahr andere Verkehrsteilnehmer, besonders Radfahrer und Fußgänger, zu übersehen. Gerade in der dunklen Jahreszeit bieten helle Farben einen "Weckreiz" für das Auge. Die "Musts" der ÖAMTC-Expertin im Herbst: Optimale Beleuchtung von Straßen und Schutzwegen, funktionierendes Licht bei Fahrzeugen und reflektierende Kleidungsstücke bei Fußgängern und Radfahrern. "Jeder Verkehrsteilnehmer muss sich der Gefahr bewusst sein und seine Fahrweise den veränderten Sichtbedingungen bei Dämmerung und Dunkelheit anpassen", so Donosa. Die Tipps der ÖAMTC-Expertin:

  • Vorausschauend fahren: Auf eine mögliche Blendung gefasst machen und das Tempo rechtzeitig reduzieren. Mehr Abstand halten bedeutet mehr Zeit, um reagieren zu können.
  • Sonnenschutz: Eine Sonnenbrille schützt vor Blendung durch Sonnenstrahlen.
  • Saubere Innen- und Außenscheiben: Durch das fast waagrecht einfallende Licht auf schmutziges Glas, wird der Lichtstrahl stärker gebrochen und der Blendeffekt dadurch verstärkt.
  • Sichtbarkeit bringt Sicherheit: Fußgänger und Radfahrer sollten am besten helle Kleidung mit reflektierendem Material tragen und sich nicht durch parkende Autos durchschlängeln, sondern versuchen "helle" gut einsehbare Übergänge zu finden.

Die Liste der Herbstgefahren ist lang. Das Können des Autofahrers wird ordentlich auf die Probe gestellt. In den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren zeigen die Profis, wie man sich verhält, wenn's kritisch wird. Ziel im Fahrsicherheitstraining: Sein Verhalten zu trainieren, um kritische Situationen zu vermeiden und im Ernstfall möglichst automatisiert und richtig reagieren zu können. Infos zum ÖAMTC-Fahrsicherheitstraining gibt es unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit. Dort kann man die Kurse mit dem Check-In-Button auch gleich buchen.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001