Schabl: Niederösterreichs Notarztwagen-System braucht dringendst zusätzliche Landesmittel

Notärzte beklagen unhaltbare finanzielle Situation

St. Pölten (SPI) - "Konnte vor rund zwei Wochen die Finanzierung des NÖ Rettungswesens inkl. des Krankentransportwesens durch eine grundsätzliche Einigung der Rettungsorganisationen und der Versicherungsträger, allen voran der NÖ Gebietskrankenkasse, sichergestellt werden, so warten im Bereich der Notarztversorgung noch große Herausforderungen. Die Aufrechterhaltung des notärztlichen Dienstes, wobei hier die Verantwortung beim Land Niederösterreich liegt, benötigt dringend zusätzliche Finanzmittel", berichtet Niederösterreichs Gesundheitsreferent Landesrat Emil Schabl nach Gesprächen mit Notärzten. "Die Rettungsorganisationen befürchten Verschlechterungen im Betrieb, seitens des Landes haben wir aber höchstes Interesse, den Betrieb in gewohnter Qualität aufrechterhalten zu können. Hier dürfen wir uns unserer Verantwortung nicht verschließen. Dieser zusätzliche Finanzbedarf ist seitens der Landespolitik unbestritten, weist das Notarztwesen in Niederösterreich doch einen jährlichen Abgang zwischen 600.000 und 900.000 Euro auf", so Schabl weiter.****

Gesundheitslandesrat Schabl kündigt an, dass er sich für zusätzliche Landesmittel einsetzen wird. Im Jahr 2005 rückten die 24 Niederösterreichischen Notarztwagen (NAW) und drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) der beiden niederösterreichischen Rettungsdienste Rotes Kreuz und Arbeiter Samariterbund zu 32.378 Einsätzen aus. Insgesamt legten die "rollenden Intensivstationen" 773.844 Kilometer zurück. Die Gesamtkosten für die notärztliche Versorgung in Niederösterreich - ohne Notärzte und Notfallmedikamente - betragen 7.062.307,91 Euro, also pro Einsatz rund 218 Euro. Das Land trug zur Finanzierung 37 Prozent bei, die Sozialversicherungsträger 39 Prozent. "Jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher muss sich auch in Zukunft sicher sein können, dass er im Einsatzfall jenes Rettungsmittel so schnell als möglich bekommt, welches benötigt wird", so Schabl abschließend. (Schluss) fa

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