E-Government zum Ausprobieren

ExpertInnen der Stadt Wien unterstützen bei den ersten Schritten im Virtuellen Amt

Wien (OTS) - Bürgernahes Handeln hat für den Wiener Magistrat oberste Priorität. Im Rahmen eines Info-Tages unterstützten heute ExpertInnen der Stadt Wien Interessierte bei Ausprobieren der E-Government-Angebote. Der Stadt Wien ist es ein großes Anliegen, den direkten Kontakt zu allen WienerInnen ständig auszubauen.

"Alle Maßnahmen, die den Zugang zu den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für alle Bevölkerungsgruppen - unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildung erleichtern, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Ich begrüße daher diese Kooperation mit den Büchereien Wien, bei der die Stadt Wien Gelegenheit hat, ihre hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet von E-Government zu präsentieren", sagte Wiens Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker. "Wir wollen mit dieser Maßnahme vor allem jene BürgerInnen erreichen, die über wenige oder keine EDV-Erfahrung verfügen und einen Blick auf das "Virtuelle Amt" der Stadt Wien werfen wollen."

Elektronische Amtswege in wien.at

Auf rund 40.000 Online-Seiten bietet wien.at den BewohnerInnen und der Wirtschaft unserer Stadt alle Informationen, die es rund um das Leben in Wien gibt. Deutlich über 20 Millionen Seitenzugriffe monatlich machen wien.at zu einer der meistbesuchten Homepages Österreichs. Wien hat europaweit eine Spitzenstellung bei der Nutzung behördlicher Dienstleistungen über das Internet.

Österreich belegt 1. Platz in Europa

Bereits zum sechsten Mal führte die Management- und IT-Beratung Capgemini im Auftrag der Europäischen Kommission ein Benchmarking der Basisdienste im E-Government durch. Österreich belegt heuer den 1. Platz. Seit 2002 konnte sich Österreich kontinuierlich steigern, und von Platz 11 auf Platz 1 vorarbeiten. Österreich ist damit Europameister. Das ist vor allem auf die hervorragende Ausstattung Wiens zurückzuführen.

E-Gov. Wien

Und es wird ständig daran gearbeitet, die Internet-Dienstleistungen der Stadt für ihre Bewohnerinnen und Bewohner weiter auszubauen. Den über 1,6 Millionen Wienerinnen und Wienern stehen via World Wide Web auf wien.at viele nützliche Services der Stadt zur Verfügung. Amtsgänge werden virtuell. Ein paar Beispiele:

o Der Online-Stadtplan macht den Großstadtdschungel zum virtuellen Dorf. So finden Sie leicht Ihr gewünschtes Ziel, ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto, über das Netz der Wiener Radwege oder zu Fuß. o Die wien.at-Parkplatzbörse hilft bei der Suche nach geeigneten Stellplätzen für Kraftfahrzeuge in Wien. Egal, ob es sich um Kurzparkplätze in einer Wiener Garage oder um längerfristige Dauerparkplätze handelt. o Heiratswillige können sich ihren Hochzeitstermin online reservieren. o Für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger der Stadt können die Plätze in Krippen, Kindergärten oder Horten online angemeldet werden. o Wer einen neuen Pass braucht, vereinbart den Beantragungstermin rasch und unbürokratisch via Internet. o Das virtuelle Fundamt hilft bei der Suche nach verlorenen Gegenständen. o Verfügbarkeit auf Knopfdruck. 1,7 Millionen Medien (Bücher, CDs, DVDs, Audio-Kassetten, VHS-Kassetten, PC-Software) lassen sich bei den Büchereien Wien online bestellen. o Die beliebten Grillplätze auf der Donauinsel reserviert man am bequemsten direkt im Netz. o Auch Ihren Hund können Sie online anmelden. Die Marke wird danach per Post an Sie versendet.

ViennaGIS - Stadtpläne im Internet

o Stadtplan mit Adresssuche o Flächenwidmungs- und Bebauungsplan o Kulturgüterkataster - Architektur, Stadtarchäologie, Kulturgüter o Verkehrswirksame Baustellen auf Wiens Straßen o Neun Länder - ein Geoservice www.geoland.at

Online-Services für Betriebe

Um den Wirtschaftsstandort Wien zu stärken, bietet die Stadt schon jetzt eine Vielzahl von Services für Betriebe aller Größenordnungen. Und der zügige Ausbau IT-gestützter Dienstleistungen für Unternehmen wird stetig vorangetrieben. Der Zahlungsverkehr mit der Stadt Wien kann in vielen Fällen elektronisch abgewickelt werden. Gewerbeangelegenheiten können im Internet erledigt werden. Für Betriebsgründungen stehen alle wichtigen Informationen und Formulare im Netz zur Verfügung. Genehmigungsverfahren werden durch das virtuelle Amt wesentlich erleichtert und beschleunigt. Förderungen, Genehmigungen und Informationen in den Bereichen "Umwelt" und "Umweltschutz" sind leicht und übersichtlich abrufbar.

Rahmenrichtlinie INSPIRE der Europäischen Kommission

Die EK hat den Vorschlag zu einer Rahmenrichtlinie erstellt, die die Einrichtung einer einheitlichen Geodaten-Infrastuktur in Europa zum Ziel hat. Diese wiederum ist notwendig, um v.a. umweltbezogene Themenstellungen, die an den Grenzen nicht Halt machen, gemeinsam auf der Basis harmonisierter Geo-Informationen bearbeiten zu können. Dies ist begrüßenswert, doch leider wird in der Formulierung dieser Richtlinie, die derzeit im letzten Stadium der Beschlussfassung steht, darauf vergessen, dass in den mitteleuropäischen Städten die Erfassung von Geodaten vielfach schon stattgefunden hat.

Wien ist in dieser Beziehung ein Musterbeispiel, da in Wien grundlegende Informationen in optimaler Qualität zur Verfügung stehen. Diese Daten werden in vielen Anwendungen der Verwaltung und als Grundlage von E-Government-Anwendungen benötigt und genutzt. Doch zum Beispiel die digitale Mehrzweckkarte, das digitale Geländemodell oder das digitale Baukörpermodell der Stadt bedürfen in den Daten und der eingesetzten Software der ständigen Aktualisierung und damit des Einsatzes finanzieller Mittel. Daher war es das Anliegen der Wiener Vertreter im Entscheidungsprozess zu INSPIRE darauf zu beharren, dass die Weitergabe solcher Informationen nur im Interesse der Wiener Bevölkerung erfolgt. Nutzungsbedingungen sollen zum einen sicherstellen, dass die Nutzung in jenem Spektrum stattfindet, für das die Daten erfasst worden sind und durch Fehlnutzung kein Schaden entsteht. Auf der anderen Seite sollen sie aber auch den Wiener Entscheidungsträgern ermöglichen, etwaige Refinanzierungsbeiträge einzuheben.

Politische Bedenken

Stadtrat Rudi Schicker dazu: "Wir haben auf der europäischen Ebene darauf hingewiesen, dass der Umgang mit diesen Daten einer sorgfältigen Differenzierung bedarf: Selbstverständlich wollen wir jene Daten zur Verfügung stellen, die für die Allgemeinheit von Interesse sind. Ablehnend sind wir dort, wo die Daten einen besonderen Wert haben oder aus Sicherheitsgründen nicht weitergegeben werden sollten. Oder will jemand potenziellen Terroristen Zieldaten von Brücken oder sontigen neuralgischen Punkten frei Haus liefern?"

WIENUX: Wiener Lösung für Open Source

WIENUX - die Wiener Lösung für Open Source am Arbeitsplatz wurde für den Einsatz im Magistrat Wien entwickelt, ist aber grundsätzlich auch in modifizierter Form für den Einsatz in anderen Behörden oder Unternehmen geeignet. Dieser professionelle Behörden-Desktop steht zum Download zur Verfügung: www.wien.gv.at/ma14/wienux-download.html. Auf Grund der Ausrichtung auf Behörden und Unternehmen ist WIENUX für private Nutzung allerdings nur bedingt einsetzbar. Im Rahmen des Info-Tages haben Sie Gelegenheit, LINUX auszuprobieren.

Technische Grundlagen

24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche werden von der Magistratsabteilung 14 die technischen Grundlagen geschaffen und gewartet, damit die Bürgerinnen und Bürger der Stadt rasch, kompetent und sicher mit den rund 35.000 Magistratsmitarbeitern (ohne Spitalsbereich) kommunizieren können. 19.000 PC- Arbeitsplätze, über 9.000 Drucker, 700 Server, der Telefonverbund der Stadtverwaltung mit 20.600 Nebenstellen und 6.500 Handys oder der kostenlose Zugriff auf alle österreichischen Behördenwebseiten über WLAN-Hotspots an über 200 öffentlichen Orten in Wien sind nur einige der Bereiche, die rund um die Uhr betreut werden.

Infos im Internet:

o wien.at: www.wien.gv.at/ o Virtuelles Amt: www.wien.gv.at/amtshelfer/ o Büchereien Wien: http://www.buechereien.wien.at/ o Bürgerdienst: www.buergerdienst.wien.at/ o Informations- und Kommunikationstechnologie: www.wien.gv.at/ma14/ o Wiengrafik: www.wien.gv.at/wiengrafik

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) red

Rückfragen & Kontakt:

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Thomas Skerlan-Schuhböck
Tel.: 4000/75016

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