Gorbach: Aus für sinnlose Lärmschutzverbauungen

Verkehrsminister unterstützt ASFINAG-Pläne zur Optimierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses

Wien (OTS) - Verkehrsminister Hubert Gorbach hat heute
angekündigt, die Pläne von ASFINAG-Vorstandsdirektor Mathias Reichhold, seit 3 Monaten zuständig für den Neubau von Autobahnen, zu unterstützen. Ziel Reichholds ist es, einerseits die Baukosten der ASFINAG zu stabilisieren, um den Autobahnausbau nicht zu gefährden und zu Vereinbarungen zu stehen. Als wichtige Maßnahme nannte Reichhold die Optimierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses beim Bau von Lärmschutzeinrichtungen.*****

"Ich möchte festhalten: Lärmschutzwände sind ein Muß zum Schutz der Bevölkerung vor den Lärmbeeinträchtigungen durch den Verkehr und ein unverzichtbarer Beitrag zur guten Lebensqualität der Anrainer. Allerdings bin ich mit der derzeitigen Entwicklung der überbordenden Verbauungen nicht zufrieden. Lärmschutzmaßnahmen sollen nur dort gesetzt werden, wo sie notwendig sind - wo nachgewiesenermaßen Anrainer durch Lärm beeinträchtigt werden", so Gorbach.

Der Verkehrsminister plädierte deshalb für die Überarbeitung und Adaptierung der Dienstanweisung für Lärmschutz aus dem Jahr 1999. So sollten Lärmschutzmaßnahmen nur dort gesetzt werden, wo sie wirklich Sinn machen und sie sollten künftig auch Wirtschaftlichkeitskriterien standhalten. (Schluss)

"Getroffene Vereinbarungen mit Ländern und Gemeinden werden unsererseits selbstverständlich eingehalten. Aber der exzessiven Bauentwicklung muss Einhalt geboten werden. Österreich ist viel zu sehenswert, um in einer Art undurchsichtigen "Autobahnschlauch" von Wien bis Bregenz hindurchzufahren", schloss Gorbach.

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