Karas: Besserer KMU-Zugang zu öffentlichen Aufträgen

Bilaterales Treffen mit französischer Außenhandelsministerin

Brüssel, 19. Oktober 2006 (ÖVP-PD) "Unsere Klein- und Mittelbetriebe in Europa brauchen einen verbesserten Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Nur so können sie weiterhin ihre wichtige Rolle als Job-Motor und Innovationstreiber der europäischen Wirtschaft erfüllen", betonten heute, Donnerstag, in Brüssel ÖVP-Delegationsleiter Mag. Othmar Karas und die französische Außenhandelsministerin Christine Lagarde. Das Treffen ging auf Initiative von Lagarde aus, die auf Grund der wachsenden Bedeutung der von Karas geleiteten fraktionsübergreifenden KMU-Intergroup eine engere Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Informationsaustausch vorschlug und gleichzeitig die erfolgreiche Arbeit der Intergroup für die Anliegen der Klein- und Mittelbetriebe lobte. Karas und Lagarde waren sich einig, dass vor allem europäische Maßnahmen in Ergänzung zu den nationalen Aktionsplänen nötig seien: "Das Gesamtvolumen öffentlicher Aufträge beträgt etwa 1.500 Milliarden Euro im Jahr. Das ist ein gewaltiger Markt mit einem ebenso großen Potential für unsere KMU", betonte Karas. ****

Um dieses Potential realisieren zu können, sei, so stimmen Karas und Lagarde überein, eine Verbesserung des Zugangs für KMU zu öffentlichen Aufträgen ein wichtiges Anliegen für die Mitgliedstaaten sein. "Dezentralisierung ist dabei ein wichtiger Schritt. Gerade eine regionale oder lokale Auftragsvergabe erleichtert es den Klein- und Mittelbetrieben sich daran zu beteiligen. Auch das Volumen der einzelnen Vergabeaufträge spielt eine große Rolle", so Karas. In diesem Zusammenhang plädierte der Vizepräsident der EVP-ED Fraktion für kleinere Slots, die von spezialisierten KMU leichter ausgeführt werden könnten.

Auf europäischer Ebene sei daher die EU-Kommission gefordert, ein Best Practice Modell zu etablieren, das als 'Anleitung' für alle Mitgliedstaaten und Regionen dienen könne. "Auch in Bezug auf eine europaweite Regelung von Public Private Partnerships sollte mehr auf eine mögliche KMU-Beteiligung Rücksicht genommen werden", forderte Karas, der sich mit der französischen Außenhandelsministerin auch über die Bedeutung des WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA) vor die europäischen KMU einig war: "Die USA verfügen hier über eine Ausnahmegenehmigung für einen verstärkten Zugang von KMU zu den Auftragsmärkten. Im Gegensatz dazu zählt der EU-Markt zu den offensten der Welt. Diese Asymmetrie könnte durch bilaterale Übereinkommen oder Reziprozitäts-Deklarationen verringert werden", sind sich Lagarde und Karas einig.

Ein druckfähiges Foto des Treffens von Othmar Karas und Christine Lagarde kann per e-mail unter pschulmeister@europarl.eu.int bestellt werden.

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