ÖAMTC: Diesel und Benzin müssen billiger werden

Club-Expertin fordert Preissenkungen bis zu sechs Cent pro Liter und keine weitere Benachteiligung für Diesel-Fahrer

Wien (OTS) - "Die Autofahrer bezahlen an den Tankstellen
jedenfalls zuviel, unabhängig davon, ob sie Benzin oder Diesel tanken", so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Sie fordert eine Senkung der Benzinpreise um mindestens drei Cent pro Liter, und eine Senkung der Dieselpreise um mindestens doppelt soviel, nämlich sechs Cent. Die Rohölpreise sind seit ihrem Höchststand im August bis jetzt um 25 Prozent gesunken. "Davon spüren die Autofahrer wenig", kritisiert die ÖAMTC-Expertin.

Für die explodierenden Spritpreis-Steigerungen 2005 und in der ersten Jahreshälfte 2006 wurden immer die hohen Rohölpreise als Grund angeführt. Nun muss es auch umgekehrt gelten: "Die Verbilligung des Rohöls muss umgehend an die österreichischen Autofahrer, ganz besonders die geplagten Dieselfahrer, weitergegeben werden", fordert die ÖAMTC-Expertin.

Zusätzlich gibt es die Tendenz, Diesel gegenüber Benzin zu benachteiligen: Bei einigen Preissenkungsrunden im Laufe des Spätsommers wurde Diesel entweder ausgenommen oder nur geringer gesenkt als Benzin. Seit Mitte August gab es insgesamt sieben Preissenkungen bei Benzin, die zusammen zu einer Verbilligung der Bruttopreise um 14 Cent pro Liter geführt haben. Bei Diesel gab es nur sechs Senkungen, die Verbilligung betrug nur 7,5 Cent pro Liter. Derzeit ist Diesel in Österreich sogar an rund 10 Prozent der Tankstellen zwischen 0,002 Euro und 0,014 Euro teurer als Benzin.

In den vergangenen Jahren haben sich viele Österreicher aus Gründen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit für ein Diesel-Auto entschieden, davon rund eine Million in den letzten fünf Jahren. Die ÖAMTC-Forderungen:

  • Diesel muss billiger bleiben als Benzin.
  • Die Mineralölsteuer von Diesel darf nicht auf das Niveau von Benzin erhöht werden. "Das würde eine weitere Verteuerung pro Liter Diesel um 14,4 Cent bedeuten", so Brugger-Brandau.
  • Keine Trennung von Diesel für gewerblichen und privaten Gebrauch.
  • Förderung von Partikelfiltern und Nachrüstung.
  • Keine Panikmache unter dem Deckmantel Umweltschutz. "Nach wie vor stoßen Diesel-Pkw um rund 20 Prozent weniger CO2 aus als Benziner. Und Partikelfilter sind der Schlüssel zur Lösung des Feinstaub-Problems", sagt die ÖAMTC-Expertin.

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