Weltosteoporosetag 2006: Starke Knochen durch aktiven Lebensstil

Bewegung und bewusste Ernährung verhindern die "stille Epidemie"

Wien (OTS) - Derzeit leiden mehr als 700.000 Österreicherinnen und Österreicher an Osteoporose, einer der schwerwiegendsten und kostenintensivsten Krankheiten Europas. Um das Bewusstsein, den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und Maßnahmen in diesem Bereich zu fördern, hat Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat Osteoporose zu einem zentralen Schwerpunkt der österreichischen EU-Präsidentschaft gemacht.

Auch auf nationaler Ebene zählen Prävention und Früherkennung von Osteoporose zu den wichtigsten Herausforderungen. "Eine erfolgreiche Therapie besteht aus sieben Säulen, von denen aber nur drei in den ärztlichen Verantwortungsbereich fallen", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Donnerstag. "Gesunde Ernährung mit Kalzium und Vitamin D und vor allem ein aktiver Lebensstil sind der beste Schutz, um es erst gar nicht bis zur Diagnose Osteoporose kommen zu lassen", so die Gesundheitsministerin. "Wer sich nicht ausreichend bewegt, verliert fünf bis zehn Prozent der Muskel- und damit auch Knochenmasse pro Jahr!" Aktivitäten wie Treppensteigen, Wandern und Tanzen würden also nicht nur die Muskeln stärken sondern auch die Knochen. Bewegungsarmut, Stress und unausgewogene Ernährung begünstigen hingegen die Erkrankung.

"Auf nationaler Ebene wurden deshalb zahlreiche Initiativen wie die iSCH-Gesundheitsförderungsbewegung ins Leben gerufen, um bei den Österreicher/innen das Bewusstsein für die wichtige Funktion eines aktiven Lebensstils zu stärken", so Rauch-Kallat. "Zudem wurde 2005 die kostenlose Vorsorgeuntersuchung den aktuellsten medizinischen Erkenntnissen angepasst und berücksichtigt damit sowohl alters- als auch geschlechtsspezifische Faktoren."

Dies sei besonders wichtig, da gerade bei Osteoporose überwiegend ältere Frauen betroffen seien, da sie während und nach der Menopause vermehrt Knochensubstanz abbauen. Das Verhältnis Frauen zu Männern mit Osteoporose liege bei 3:1. Aber auch bei Männern ist die Tendenz steigend.

Bei Osteoporose handelt es sich um eine systemische Skelettkrankheit, bei der sich die Knochenmasse verringert und gleichzeitig die Mikroarchitektur des Knochengewebes zerstört wird. Dadurch kommt es zu einer eingeschränkten Knochenfestigkeit und einem erhöhten Frakturrisiko. Osteoporose gilt als "stille Epidemie", weil viele Betroffene erst relativ spät von ihrer Erkrankung erfahren. Vor allem Oberschenkelhalsbrüche, die durch verringerte Knochenstabilität verursacht werden, können dramatische Ausmaße annehmen. Die Betroffenen sind langfristig bettlägerig, teilweise lebenslang körperlich eingeschränkt oder sterben an den Folgen des Oberschenkelhalsbruchs.

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