Mitterlehner: Senkung des Energieverbrauchs erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit

Die WKÖ begrüßt den Aktionsplan der EU-Kommission für mehr Energieeffizienz

Wien (PWK688) - "Die von der Europäischen Kommission heute vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs in der EU sind absolut notwendig und zu begrüßen", erklärte Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich des heute, Donnerstag, von der Kommission vorgelegten Energieeffizienz-Aktionsplans. Angesichts der hohen Rohstoffpreise und der wachsenden Abhängigkeit der EU vom Import fossiler Energieträger sei der effiziente Umgang mit allen Energieträgern ein Gebot der Stunde.

Dass die Kommission den Gebäudesektor als primären Ansatzpunkt für Energiespar-Maßnahmen nennt, unterstützt Mitterlehner ausdrücklich. Isolierungsmaßnahmen und energiesparende Heizsysteme sollen in Zukunft beim Bau und der Sanierung von Gebäuden verstärkt beachtet finden. "Jede Senkung des Energieverbrauchs reduziert nicht nur die Importabhängigkeit, sondern stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen", betonte Mitterlehner. Gerade österreichische Unternehmen, die schon jetzt zu den internationalen Spitzenreitern in Sachen Energie- und Umwelttechnik zählen, könnten hier von einem Markt mit beachtlichen Wachstumschancen profitieren.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat bereits im Februar 2006 in ihren "Energiepolitischen Strategien bis 2015" einen großen Sprung nach vorne bei der Energieeffizienz gefordert. "Denn Energie sparen schont Ressourcen, schont die Umwelt - und schont die Geldbörse", so der Generalsekretär-Stellvertreter. Die angepeilte Senkung des Energieverbrauches um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles für den Klimaschutz.

Damit die Energieversorgung für Europas Konsumenten und Produzenten auch in Zukunft sicher gewährleistet werden kann, fordert Mitterlehner die Schaffung eines europäischen Energieregulators: "Die Zuständigkeiten sind derzeit in jedem EU-Land anders geregelt." In einem ersten Schritt sollten die Kompetenzen der nationalen Regulatoren harmonisiert werden. "Das ist für den Aufbau eines integrierten europäischen Energienetzes unerlässlich", betonte Mitterlehner abschließend. (FA)

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