Sima: Generalsanierung Aquädukt Speising abgeschlossen

Investition von 2,4 Mio. Euro zur nachhaltigen Sicherung der Trinkwasserversorgung Wiens

Wien (OTS) - "Dass eine Millionenstadt wie Wien mit reinstem Hochquellwasser aus den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen versorgt wird, ist ein echtes Privileg. Unsere Aufgabe ist es, die Versorgung der Wienerinnen und Wiener mit Trinkwasser bester Qualität auch für zukünftige Generationen zu sichern. Dafür investiert die Stadt Wien jedes Jahr rund 20 Millionen Euro in die Erhaltung und Erneuerung des Rohrnetzes und der damit verbundenen Anlagen", betonte Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima heute, Donnerstag, anlässlich der Fertigstellung der Generalsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Aquädukts Speising in Wien-Liesing. In sieben Bögen überspannt das 108 Meter lange und 14 Meter hohe Aquädukt die Tullnertalgasse, bis zu 220 Millionen Liter Trinkwasser täglich fließen in der I. Hochquellenleitung nach Wien. 88.000 Klinker-Ziegel im Alt-Wiener Format waren für die Sanierung nötig, den Schlussstein setzte Sima heute nach einer Bauzeit von etwas über einem Jahr gemeinsam mit Dipl.-Ing. Hans Sailer, dem Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke. In die Generalsanierung des Aquädukts Speising investierte die Stadt Wien rund 2,4 Millionen Euro.

Wasserwerke entwickelten eigene Sanierungsmethode

Das Wiener Trinkwasser legt seinen Weg aus den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen nach Wien im natürlichen Gefälle, also ohne den Einsatz von Pumpen zurück. Talübergänge werden dabei über 30 Aquädukte auf der I. Hochquellenleitung (120 Kilometer Länge) und 100 auf der II. Hochquellenleitung (200 Kilometer Länge) überwunden, alle 130 Aquädukte stehen unter Denkmalschutz. Beim Bau der 1873 eröffneten I. Wiener Hochquellenleitung kamen bei den Aquädukten Ziegel zum Einsatz, die nicht frostbeständig waren. Nach mehr als 130 Jahren machten die großen Temperaturunterschiede, denen das Bauwerk ausgesetzt ist, Feuchtigkeit und Frostschäden die Sanierung des Aquädukts Speising nötig.

Dabei kam eine von den Wiener Wasserwerken in Übereinstimmung mit dem Bundesdenkmalamt selbst entwickelte bauphysikalische Methode zum Einsatz, die ihre Premiere bei der Generalsanierung des Aquädukts Mödling (1999-2004) erlebte. Nach erfolgter Sanierung des Gewölbes wird mit Hilfe eines Diamantseiles das schadhafte außen liegende Mauerwerk in einer Breite von 15 Zentimeter großflächig "abgeschnitten". Neu aufgemauert wird ein 12 Zentimeter starkes Vorblendmauerwerk in einem Abstand von 6 Zentimeter zum Bestand - die dafür verwendeten Klinker-Ziegel im Alt-Wiener Format sind selbstverständlich frostbeständig.

Sanierung Aquädukt Mauer

Die Wiener Wasserwerke setzen die Sanierung der Aquädukte an der I. Hochquellenwasserleitung fort. Als nächstes steht das 200 Meter lange und 17 Meter hohe Aquädukt Mauer über der Endresstraße, ebenfalls in Wien-Liesing, auf dem Programm. Die Generalsanierung beginnt noch heuer und wird bis zum Jahr 2010 dauern, die Kosten dafür belaufen sich auf 8 Millionen Euro. (Schluss) wög

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