HGPD-Kaske: "Tourismus bedeutet viel Arbeit und wenig Brot"

Tourismus ist auf Erfolgskurs, aber Einkommen bleiben gleich niedrig

Wien (HGPD/ÖGB) - "Österreichs Tourismus ist auf Erfolgskurs", erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, heute in einer Pressekonferenz: "Auch wenn das Herz der Branche lacht und die Beschäftigung zu-, aber die Arbeitslosigkeit abgenommen hat, mache ich mir Sorgen um die Beschäftigten, die 365 Tage 24 Stunden für unsere Gäste aus dem In- und Ausland da sind." Denn das Durchschnittseinkommen im Tourismus sei im letzten Jahr sogar um zwei Euro gesunken statt gestiegen. Auch sei es notwendig endlich ältere ArbeitnehmerInnen und WiedereinsteigerInnen im Tourismus zu beschäftigen.++++

"Das Hotel- und Gastgewerbe ist nach wie vor eine Branche der Jungen", betonte Kaske: "Das Durchschnittsalter beträgt 33,7 Jahre." Kein Wunder bei einer Saisonbranche, in der das durchschnittliche Arbeitsverhältnis 205 Tage beträgt und doppelt so viele wie in anderen Branchen geringfügig bzw. Teilzeit beschäftigt sind. In Zukunft würden aber immer weniger Junge und immer mehr Ältere auf den Arbeitsmarkt strömen. Der HGPD-Vorsitzende: "Hier besteht Handlungsbedarf".

Handlungsbedarf ortete der Tourismusgewerkschafter auch bei den Löhnen: "Das Durchschnittseinkommen im Tourismus ist schon ein Drittel niedriger als in anderen Branchen. 2004 lag es bei 1.429 Euro, 2005 nur mehr bei 1.427 Euro. Trotz Umsatzzuwächsen dank Mozartjahr sinken und stagnieren die Einkommen. Das kann nicht sein. Um die Branche konkurrenzfähig zu halten, muss etwas geändert werden." (kk)

ÖGB, 19. Oktober
2006 Nr. 690

Rückfragen & Kontakt:

HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske, Tel.: (01) 534 44/501
HGPD-Presse Katharina Klee, Tel.: 0664/381 93 67

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001