Schischuhe im "Konsument"-Test: Mehr Komfort für Hobbysportler

Komfortschuhe sind gut zu fahren. Aber: Ungeeignet für sportliche Fahrweise.

Wien (OTS) - Sogenannte Komfortschischuhe versprechen mehr Bequemlichkeit bei der beliebtesten Wintersportart heimischer Hobbysportler. Das Testmagazin "Konsument" hat je zehn solcher Modelle für Frauen und Männer unter die Lupe genommen. Fazit: Die Schischuhe bieten tatsächlich mehr Komfort, allerdings auf Kosten der Kraftübertragung. Der Preisrahmen bewegt sich zwischen 200 und 280 Euro.

"Im Vergleich zu den sportlichen Modellen geht das Rein- und Rausschlüpfen bei Komfortschuhen fast wie geschmiert", erklärt "Konsument"-Projektleiter Rudolf Heintzl. Einerseits sind die Materialien der Innenschuhe um ein vielfaches gleitfähiger geworden, andererseits lassen sich die Laschen weit nach vorne ziehen. Zusätzlich besitzen alle getesteten Modelle eine Schlaufe an der Zunge. Dadurch lässt sich der Innenschuh beim Anziehen nicht so leicht verschieben und Druckstellen werden bestmöglich vermieden. Zudem ist bei Komfortschuhen der Innenschuh besser gepolstert.

Jedes Modell verfügt über vier Schnallen, die durch eine Feinregulierung besser justierbar sind. Fast alle Systeme lassen sich gut bedienen, nur die Modelle von "Head" waren schwer zu öffnen und zu schließen. Die beste Lösung bietet das Damenmodell von "Lange" mit gummierten Schnallen. Das Öffnen und Schließen geht ganz ohne Schmerzen ab.

Komfortschuhe sind aufrechter geschnitten als sportliche Modelle, was einem zwar beim Stehen oder Gehen entgegen kommt, beim Schifahren selbst aber klare Nachteile hat - vor allem für Ungeübte. Die neigen nämlich zur Rückenlage, und die wird durch die aufrechte Haltung noch verstärkt.

Unnötig ist die "Flex"-Funktion, mit der sich das Schuhgelenk verstellen lässt, sodass es bei Druck mehr oder weniger nachgibt. Der Grund: Beim Fahren sollte der Druck möglichst direkt und ohne Verzögerung auf den Schi wirken.

Fast alle getesteten Modelle verfügen über einen thermoverformbaren Innenschuh. Mit dieser Technik kann man den Innenschuh nach kurzem Erwärmen dem Fuß optimal anpassen. "Atomic" bietet zwei besondere Goodies: Ein Lawinen-Suchsystem sowie eine beheizbare Sohle (der Akku dafür kostet allerdings extra).

"Konsument"-Tipp: Schuhe am besten nachmittags probieren, weil sich die Füße im Laufe des Tages ausdehnen. Wer keine Testmöglichkeit hat, sollte die Schuhe zumindest 15 Minuten anbehalten, um drückende Stellen zu erkennen.
Über Details zum Test informieren die "Konsument"-November-Ausgabe und das Onlineportal www.konsument.at.

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