GPA-Frauen: Frauenbeschäftigung ist aufgrund von Teilzeitarbeit nicht existenzsichernd

GPA-Frauen begrüßen Schwerpunktsetzung bei Kollektivvertragsverhandlungen im Handel

Wien (GPA/ÖGB) - "Teilzeitarbeit ist häufig instabil. Wer in Teilzeitarbeit arbeitet, verliert schneller und öfter die Arbeit, bekommt ein niedrigeres Einkommen und hat weniger Aufstiegschancen. Viele wählen die Teilzeitarbeit nicht nur aus dem Grund der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, sondern auch, weil es nicht genügend Vollzeitarbeitsplätze für Frauen gibt. Wir begrüßen daher die Schwerpunktsetzung für die Kollektivvertragsverhandlungen im Handel, die Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte beinhalten", erklärt die Vorsitzende der GPA-Frauen Erika Helscher.++++

"Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt und die Tendenz, immer mehr so genannte McJobs statt qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze zu schaffen, straft vor allem Frauen und insbesondere jene Frauen, die Kinder haben. Einerseits spricht nichts gegen freiwillig gewählte Teilzeit, die den Bedürfnissen der Frauen entspricht, andererseits nimmt Teilzeitarbeit in einer Weise zu, wie sie Frauen nicht mehr zumutbar ist. "Teilzeit ja - aber geregelt" ist das Motto der GPA-Frauen. Wir haben entsprechende Vorstellungen darüber, wie Teilzeitarbeit gestaltet sein müsste", so Helscher.

Erfreut sind die GPA-Frauen über die Schwerpunktsetzung im Forderungsprogramm für die Kollektivvertragsverhandlungen im Handel. Dort ist der Frauenanteil besonders hoch und deren Arbeitszeitbedingungen oft verheerend. Besonders zu begrüßen ist, dass langjährige Forderungen der GPA-Frauen in die Verhandlungen miteinbezogen werden.

Vier zentrale Forderungen der GPA-Frauen sind:

o Zuschlagspflichtige Mehrarbeit bei Teilzeitbeschäftigung nach Überschreitung der vereinbarten täglichen bzw. wöchentlichen Arbeitszeit - analog zu den Regelungen für Überstunden.
•o Wird über einen längeren Zeitraum die Arbeitszeit regelmäßig überschritten, muss der Dienstvertrag auf Verlangen der ArbeitnehmerIn auf eine höhere Stundenanzahl geändert werden.
o Rückkehrrecht zu einem Vollzeitarbeitsplatz
•o Gleiche Rechte für Teilzeitbeschäftigte bei der betrieblichen Frauenförderung und Weiterbildung

ÖGB, 18. Oktober
2006 Nr. 689

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