- 17.10.2006, 14:17:52
- /
- OTS0173 OTW0173
Trotz Laktoseintoleranz: Keiner muss auf Käse verzichten! - AUDIO
Bonn (OTS) - Vorschlag zur Anmoderation (live im Studio)
(Uhrzeit/Stationcall) Nudeln mit Käsesoße, Crêpes oder
Vanille-Pudding - alles Gerichte aus Milchprodukten - sind von den
europäischen Speisekarten nicht wegzudenken. Milch & Co sind
wertvolle Lebensmittel und für die meisten unter uns auch sehr
bekömmlich. Dennoch kommt es vor, dass Menschen den Milchzucker darin
nicht so gut vertragen. In Deutschland sind es bis zu 15 Prozent, die
diese so genannte Laktoseintoleranz haben. Was es damit genau auf
sich hat, darüber sprechen wir jetzt mit der
Ernährungswissenschaftlerin Stephanie Wetzel. Frau Wetzel, was
passiert bei einer Laktoseintoleranz denn im Körper?
O-Ton Stephanie Wetzel: Genau genommen muss man ja sagen, dass
etwas nicht passiert. Bei der Laktoseintoleranz hat das Enzym Laktase
seine Aktivität verloren. Und dadurch passiert es, dass der
Milchzucker, der in Milchprodukten enthalten ist, nicht mehr abgebaut
werden kann oder nur unvollständig abgebaut werden kann.
Und das führt dann zu Beschwerden wie Durchfall, Blähungen oder sogar
Kreislaufbeschwerden.
Moderator: Viele Menschen glauben, man muss mit einer
Laktoseintoleranz auf alle Milchprodukte verzichten. Stimmt das?
O-Ton Stephanie Wetzel: Nein. Man sollte auf keinen Fall auf alle
Milchprodukte verzichten, weil sonst die Gefahr einer
Calcium-Unterversorgung einfach zu groß ist. Und die wiederum könnte
Folgekrankheiten, wie Osteoporose, das ist die vorzeitige
Knochenbrüchigkeit, begünstigen.
Moderator: Was können Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit
denn dann genau tun, um weder Beschwerden zu haben noch eine
Calcium-Unterversorgung zu riskieren?
O-Ton Stephanie Wetzel: Oft werden zum Beispiel Joghurt oder
Sauermilchkäse wie der Harzer Roller besser vertragen. Solche
Sauermilchprodukte enthalten Bakterien, die im Darm den Abbau des
Milchzuckers unterstützen. Und zur Deckung des Calcium-Bedarfs eignen
sich auch sehr gut gut gereifte Käsesorten, diese enthalten nämlich
selbst kaum Milchzucker.
Moderator: Gibt es Käsesorten, die besonders geeignet sind?
O-Ton Stephanie Wetzel: Es gilt eine Faustregel: Je länger ein
Käse gereift ist, desto weniger Milchzucker hat er. Deutsche
Hartkäse, wie zum Beispiel der Allgäuer Emmentaler oder der Allgäuer
Bergkäse reifen über drei Monaten und haben dadurch einen geringen
Milchzuckergehalt und sind gut verträglich. Und schon 100 Gramm
dieser Käsesorten, das sind ungefähr drei Scheiben, sind in der Lage
die Zufuhrempfehlung für Calcium eines Erwachsenen zu erfüllen.
Vorschlag zur Abmoderation (live im Studio) Vielen Dank Frau
Wetzel. Ausprobieren muss natürlich jeder selbst was er am Besten
verträgt. Aber wer mehr über Laktoseintoleranz und deutschen Käse
wissen möchte, klickt einfach auf www.cma.de. Hier geht es jetzt
erstmal weiter mit Musik.
Audio(s) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im APA-OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at
Rückfragehinweis:
Informationsbüro Deutscher Käse Postfach 2813, 53018 Bonn Tel: 0049 0228 / 91514 -342 Fax: 0049 0228/91514 -417 mailto:deutscher.kaese@cma.de Internet: www.cma.de
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAA






