Mainoni: Tirol tappt in die Tempo 100-Falle

Anteil des PKW-Verkehrs an der Feinstaubbelastung liegt bei nur 7 % - Starre Tempolimits kontraproduktiv

Wien (BMVIT/MS) - "Die Autofahrer bekommen ab 1. November einmal mehr äußert fragwürdige und vollkommen ungerechtfertigte Bestimmungen zu spüren", reagiert BZÖ-Verkehrsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni auf die heute von der Tiroler Landesregierung beschlossenen Tempolimits. In wenigen Tagen soll - neben zahlreichen sinnvollen Maßnahmen - auf der Inntalautobahn zwischen Kufstein-Süd und Zirl auch für PKW Tempo 100 gelten. "Nach Salzburg, der Steiermark und Oberösterreich tappt nun auch Tirol in diese 'Tempo 100'-Falle. Solche starren Limits bringen keine Entlastung, sondern stellen nur eine Schikane für die Autofahrer dar", sagt Mainoni

Der Anteil des PKW-Verkehrs an der Feinstaubbelastung beträgt lediglich 7 %, die großen Verursacher sind Industrie und Hausbrand. Starre Tempolimits gehen lediglich auf Kosten der Mobilität, sagt der BZÖ-Staatssekretär: "Eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 100 km/h bringt kaum Verbesserungen und kann eigentlich nur als Schildbürgerstreich bezeichnet werden. Zum einen bemühen wir uns, die österreichischen Straßen bestens auszubauen und dann sollen nur mehr 100 km/h erlaubt sein. Flexible Steuerungen der Höchstgeschwindigkeiten - wie sie für die Zukunft angedacht werden -können aber sehr wohl eine kurzfristige Entspannung bringen."

Um den Feinstaub im Straßenverkehr zu senken, will Mainoni in Zukunft noch mehr in neue Technologien investieren. Das Ziel sind alternative und umweltfreundliche Antriebskonzepte. "Man kann den Verbrennungsprozess der Motoren optimieren, den Abrieb der Reifen gering halten, oder - wie etwa beim Diesel-Partikelfilter der Fall -Emissionen reduzieren. Die Bereiche Parkraumbewirtschaftung, Verkehrsmanagement oder der Ausbau der Bahn und des öffentlichen Personennahverkehrs können aber auch zur Entlastung beitragen. Jetzt sind alle Entscheidungsträger gefordert, an einer gemeinsamen und sinnvollen Lösung der Feinstaubproblematik mitzuarbeiten", schließt Mainoni.

Rückfragen & Kontakt:

BMVIT - Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni
Pressesprecher Michael Stangl
Tel.: (01) 711 62-8400 oder (0664) 859 12 74
michael.stangl@bmvit.gv.at
www.bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | STF0001