Bures sieht breiten Konsens über Notwendigkeit von Armutsvermeidung

Nicht Füllhorn, sondern Mindestüberlebensgrundlage

Wien (SK) - Mehr als eine Million Menschen sind armutsgefährdet
und 460.000 Menschen sind akut arm. Die Armut ist weiblich - und sie nimmt weiter zu. Dass dies in einem reichen Land wie Österreich nicht zu tolerieren sei, darüber herrsche ein breiter gesellschaftlicher Konsens, erklärt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Nicht nur die Armutskonferenz und die Caritas, auch AK und WIFO sehen die Notwendigkeit für ein modernes Sozialsystem, das ein Modell zur Grund- bzw. Existenzsicherung zur Basis hat. ****

In der aktuellen Diskussion gehe es keinesfalls um ein bedingungsloses Grundeinkommen oder darum, undifferenziert das Füllhorn auszuschütten, so Bures am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Vielmehr benötige Österreich einheitliche Standards zur Bekämpfung der Armut. Nachdem die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren massiv zugenommen hat, die Arbeitnehmereinkommen mit der Entwicklung des Wohlstandes nicht Schritt halten konnten, die prekären Arbeitsverhältnisse zunehmen und immer mehr Menschen von ihrer Pension nicht leben können, müsse man eine "Mindestüberlebensgrundlage für alle Menschen in Österreich" ganz ernsthaft diskutieren.

Das Bemühen um wirksame Armutsvermeidung und Armutsbekämpfung müsste als "urchristliche Forderung" auch der ÖVP ein Anliegen sein und in den Koalitionsverhandlungen nicht als trennendes, sondern als einendes Element gesehen werden, so Bures abschließend. (Schluss) se

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