Kukacka: Doppelröhriger Tunnelausbau auf Oberösterreichs A9-Pyhrn-Autobahn bis 2015 vollendet

Österreich ist Nr. 1 bei Sicherheit in Straßentunneln

Wien (OTS) - Der schwere Verkehrsunfall im A9-Tunnel-Klaus sei äußerst bedauerlich, sagt Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka, betont jedoch, dass dieser in keinem Zusammenhang mit dem Tunnel-Ausbau stünde, da es sich beim Unfallverursacher um einen alkoholisierten Lenker handelte. Grundsätzlich betrachtet bestehe aber kein Zweifel, dass zweiröhrige Tunnel die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Darum habe die Bundesregierung auch letztes Jahr ein umfassendes Tunnel-Bauprogramm entwickelt, erklärt der Staatssekretär.

Das Tunnelbauprogramm sieht vor, dass die Pyhrn-Autobahn im oberösterreichischen Abschnitt durchgehend zweiröhrig ausgebaut wird. Die zweite Röhre für den Lainbergtunnel ist bereits in Bau und soll gemeinsam mit der Sanierung der ersten Röhre bis 2008 abgeschlossen werden (Kosten 48 Mio. Euro). Die Tunnelkette Klaus bekommt ab 2012 eine zweite Röhre, die Kosten dafür belaufen sich auf 170 Mio. Euro, die Fertigstellung ist für 2015 geplant. Auch beim Bosrucktunnel wird ab 2008 eine zweite Röhre für 190 Mio. Euro gebaut. Fertig gestellt wird sie bis 2012. Ein Jahr später ist auch die Sanierung der ersten Röhre abgeschlossen (Kosten 104 Mio. Euro). Ursprünglich war es die Intention die Pyhrn-Autobahn in Oberösterreich vorerst durchgehend einröhrig fertig zustellen um den gegeben Kostenrahmen einhalten zu können. "Nun aber werden aus verkehrspolitischen wie auch aus Sicherheitsgründen der zweiröhrige Ausbau mit Volldampf in Angriff genommen", so Kukacka.

Darüber hinaus betont der Verkehrsstaatssekretär dass ein ÖAMTC-Europavergleich Österreich als Nummer 1 im Bereich der Tunnelsicherheit ausweist. Dabei wurden 52 Tunnel in 14 europäischen Ländern miteinander auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. "Wir werden uns aber nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern die ohnehin sehr hohen Standards im Bereich der Tunnelsicherheit nochmals verbessern, was zu einem weiteren Sinken der Unfälle in Tunnels führen wird," sagt Kukacka. Erst im März dieses Jahres hat der Nationalrat eine EU-Tunnelsicherheitsrichtlinie ratifiziert, die besagt, dass ein Land verpflichtet ist zweiröhrige Tunnel zu errichten, sofern mehr als 10.000 DTV (durchschnittlicher täglicher Verkehr) pro Fahrstreifen in einem Tunnel vorhanden sind. Dieser Verpflichtung nach einem zweiröhrigen Ausbau, den die ASFINAG auch bisher bereits in ihrem Bauprogramm vorgesehen hat, wird sie generell bis 2019 nachkommen, was ein Investitionsvolumen, von rund 1,1 Mrd. Euro bedeutet. "Das ist ein Rekordvolumen für Sicherheit in Straßentunnel", schloss Kukacka.

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