VP-Tschirf: SP-Stadtregierung verschleppt Bahnhofsprojekt Wien-Mitte

Österreichs meist frequentierter Bahnhof verkommt unter Schicker immer mehr zum ’Ratznstadl’

Wien (VP-Klub) - Als einen der größten städtebaulichen Skandale und in seinem derzeitigen Zustand als Schandfleck ohnegleichen bezeichnet ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf im heutigen ÖVP Montag-Pressegespräch den Bahnhof Wien Mitte. "Es liegen bereits drei Beschlüsse des Wiener Gemeinderates zur Flächenumwidmung für den Bahnhof vor. Seit Jahren aber heißt es aus Richtung der roten Stadtregierung ’bitte warten’ und Österreichs meist frequentierter Bahnhof verkommt zum ’Ratznstadl’. Es ist unverständlich, dass Stadtrat Schicker, selbst Landstraßer Bürger, keinerlei Aktivitäten setzt und die Neugestaltung endlich vorantreibt", so Tschirf in der gemeinsam Presskonferenz mit dem Landstraßer BV-Stv. Georg Schüller und dem Landstraßer ÖVP-Klubobmann Andreas Keri.

BV-Stv. Schüller fürchtet weitere Verzögerung beim Baubeginn

Alle Forderungen der ÖVP in Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofgeländes wären von allen Fraktionen im Bezirk positiv aufgenommen worden, ergänzt Schüller, für den der Erhalt der Markthalle in einer dem Bahnhof angepassten Form eine wesentliche Forderung beim Neubau darstellt. Auch ein Kindertagesheim müsste in den Bahnhof integriert werden, da im Zuge des Neubaues von Wien-Mitte auch eine große Anzahl von Geschäften und Büroräumlichkeiten entstehen soll und in Folge dessen mit einem großen Personalaufkommen zu rechnen sein wird.

Was den Baubeginn betrifft, so werde, stellt Schüller fest, in regelmäßigen Abständen ein neues Datum genannt. "Seit nunmehr sechs Jahren wurde ich in meiner Funktion als stellvertretender Bezirksvorsteher schon mit einer Vielzahl von derartigen Ankündigungen konfrontiert. Weitergegangen ist bisher allerdings gar nicht. Und die Aussage von ÖBB Chef Huber, dass auf Grund der 200 Millionen Euro Verteuerung beim Wiener Hauptbahnhof andere Projekte zurückstehen werden müssen, nährt meine Befürchtung, dass der Bahnhof Wien-Mitte weiterhin in der Warteschleife bleiben wird", so Schüller.

Wien-Mitte als Chance für mehr Kaufkraft im 3. Bezirk

Für den Landstraßer ÖVP Klubobmann Andreas Keri ist ein Neubau des Bahnhofs auch mit der Chance verbunden, mehr Kaufkraft in die Landstraße zu bringen. Dafür müssten aber die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden, so Keri, der für eine problemlose Fußgängerverbindung vom Bahnhof in die benachbarte Landstraßer Hauptstraße eintritt. Auch nach Ansicht Keris stehen die Vorzeichen für einen baldigen Baubeginn schlecht. "Der Bauausschuss des Bezirkes hätte im September dieses Jahres mit dem Bauakt von Wien-Mitte befasst werden sollen. Wegen neuerlicher Planungsänderungen wurde der Akt aber nicht vorgelegt und eine Beschlussfassung daher nicht möglich. Sollten die Änderungen die Kubatur oder den Nutzungsmix betreffen, so wird die ÖVP im Bezirk Landstraße diese Änderungen nicht akzeptieren", kündigt Keri an, der darauf verweist, dass bei Einhaltung der bereits beschlossenen Flächenwidmung und Bauordnung die Anwendung des Gummiparagraphen 69 nicht notwendig wäre und damit Meinungsverschiedenheiten von vorne herein ausgeschlossen wären.

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