Magnetresonanz-Untersuchung verweigert, Anti-Depressiva gegen Schmerzen: AK hilft auch in solchen Fällen

Linz (OTS) - Die Krankengeschichte einer Frau aus dem
Salzkammergut ist beispielhaft für viele Fälle, mit denen die Experten/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich in der Patientenrechtsvertretung zu tun haben. Der Frau wurde eine Magnetresonanz-Untersuchung zur Abklärung eines möglichen Bandscheibenvorfalls "aus volkswirtschaftlichen Gründen" verweigert -mit fatalen Folgen.

Insgesamt hat die AK in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits knapp 170.000 Euro für ihre Mitglieder in Patientenrechtsfragen durchgesetzt.

"Wenn es darum geht, Schadenersatzansprüche wegen mangelnder Aufklärung oder falscher Behandlung durchzusetzen, können medizinische Laien mit ausgebildeten Fachleuten nicht mithalten. Gerichtsverfahren dauern oft lange, sind kostspielig und riskant. Deshalb informieren wir unsere Mitglieder nicht nur in Patientenrechtsfragen, sondern vertreten sie auch bei der Schiedsstelle der Ärztekammer und vor Gericht", sagte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer heute bei einer Pressekonferenz zum Thema "Patientenrechtsvertretung durch die Arbeiterkammer Oberösterreich".

Im eingangs erwähnten Fall hatte die Hausärztin eine Magnetresonanz-Untersuchung der Wirbelsäule beantragt, diese war aber im Krankenhaus "aus volkswirtschaftlichen Gründen" nicht durchgeführt worden. Stattdessen wurde die Patientin, die starke Schmerzen hatte, mit Anti-Depressiva behandelt! Erst nach fünf Wochen und einer Odyssee durch mehrere Krankenhäuser wurde eine Bandscheiben-Ope-ration durchgeführt, wobei der Schaden allerdings nur mehr begrenzt werden konnte: Die Patientin ist nicht mehr in der Lage, den eigenen Haushalt zu führen, und muss in ein Heim. Die Arbeiterkammer unterstützt sie bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen.

Die Arbeiterkammer bietet aber auch Hilfe zur Selbsthilfe: Die Broschüre "Ihr Recht als Patient" kann unter der Telefonnummer 050/6906-444 kostenlos angefordert werden. Alles über ihre Rechte als Patientinnen und Patienten erfahren Interessierte auch im Internet unter www.ak-konsumenten.info unter der Rubrik Patientenrecht.

Kontakt: Martina Macher, Tel. 050/6906-2190
E-Mail: martina.macher@ak-ooe.at

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