ÖAMTC: 2005 passierten 321 Unfälle bei Nebel - elf Personen starben

40 Prozent der Nebelunfälle passierten von fünf bis neun Uhr in der Früh

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte aller Nebelunfälle passierte in den Monaten Oktober und November. "Schlechte Sicht durch Nebel fordert die Autofahrer im Herbst besonders. Nicht angepasste Geschwindigkeit gepaart mit zu geringen Abständen zum Vordermann ist dabei Unfallursache Nummer eins", mahnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa die Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht. Im Jahr 2005 passierten österreichweit 321 Nebelunfälle, bei denen elf Personen getötet und 491 verletzt wurden. Speziell in der Früh muss mit plötzlich auftauchenden Nebelfeldern gerechnet werden. "Autofahrer müssen daher besonders aufmerksam sein und sollten Zeitdruck auf der Fahrt zur Arbeit vermeiden. Gerade unter Stress wird die Geschwindigkeit selten auf das erforderliche Maß reduziert", sagt Donosa. 40 Prozent aller Nebelunfälle passieren in der Zeit zwischen fünf und neun Uhr morgens.

In Oberösterreich gab es im Vorjahr die meisten Nebelunfälle

Am häufigsten krachte es 2005 in Oberösterreich. "Hier gab es 130 Nebelunfälle bei denen 205 Verkehrsteilnehmer verunglückten", sagt Donosa. Auf Rang zwei liegt Niederösterreich mit 80 Unfällen (136 Verunglückte), gefolgt von der Steiermark mit 44 Unfällen (66 Verunglückte). Weiters: Kärnten (25 Unfälle, 32 Verunglückte), Vorarlberg (13 Unfälle, 20 Verunglückte), Salzburg (11 Unfälle, 21 Verunglückte), Burgenland (9 Unfälle, 12 Verunglückte), Tirol (7 Unfälle, 8 Verunglückte) und Wien (2 Unfälle, 2 Verunglückte).

ÖAMTC-Tipps für die Fahrt bei Nebel

"Viele Autofahrer orientieren sich bei dichtem Nebel zu sehr an den Rücklichtern des Vordermanns und der erforderliche Abstand wird dabei oft gefährlich unterschritten", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Gleichzeitig kann der zu geringe Abstand des Hintermanns "Fluchtinstinkte" auslösen. Der vorausfahrende Fahrzeuglenker erhöht daraufhin das Tempo, um den Abstand zu vergrößern, versucht aber ebenfalls dicht an seinem Vordermann zu bleiben, um diesen nicht aus den Augen zu verlieren. Ein gefährlicher Teufelskreis, der bei einem Fahrfehler im schlimmsten Fall eine Massenkarambolage auslösen kann. Bei der Fahrt durch eine Nebelbank sind folgende Tipps der ÖAMTC-Expertin zu beachten:

  • Fuß weg vom Gas und die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen.
  • Im dichten Nebel Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten einschalten.
  • Nicht am Rücklicht des Vordermanns orientieren, unbedingt vergrößern.
  • Rechts fahren und auf keinen Fall überholen.
  • Besondere Vorsicht auch beim Links-Abbiegen.
  • Vorsicht im Baustellenbereich. Durch den Nebel sind Markierungen und Verkehrsführungen schwerer erkennbar.
  • Im Falle eines Unfalles oder einer Panne unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage einschalten und Pannendreieck aufstellen. Beim Verlassen des Fahrzeuges: Sofort die Warnweste anziehen und sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.
  • Bei entsprechend guter Sichtweite Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten wieder ausschalten.

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