Bock und Daniel: Gegen Konkurrenzierung von IT-KMU durch das Land Kärnten

"Durch Landes-Informatikgesellschaft würde klein- und mittelbetrieblichen Dienstleistern ein Markt entzogen werden, in dem diese erfolgreich tätig sind"

Wien (PWK680) - Als "ermutigendes Zeichen in Richtung Wirtschaft
und zur Erhaltung Kärntner Arbeitsplätze" bezeichnen Friedrich Bock, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich, und Hermann Daniel, Obmann der Fachgruppe UBIT der WK Kärnten, in einer gemeinsamen Erklärung die mehrheitliche Entscheidung der Kärntner Landesregierung gegen eine Landes-Informatikgesellschaft.

"Nicht nur, dass Beratungs- und Informatik-Dienstleistungen im Endeffekt von privaten professionellen und qualifizierten Dienstleistern günstiger und mit höherer Qualität erbracht werden können. Durch eine solche Gesellschaft würde den vorwiegend klein-und mittelbetrieblichen Kärntner Dienstleistern auch ein Markt entzogen werden, in dem diese erfolgreich tätig sind", so Bock. Als Beispiel nennen Bock und Daniel den Bereich E-Government (=das Anbieten von Leistungen der Verwaltung auf elektronischem Weg): "Es kommt nicht von ungefähr, dass Österreich zum 'E-Government-Europameister' gekürt wurde. Vielmehr hat die österreichische Informatikwirtschaft seit Jahren in den Aufbau von E-Government Dienstleistungen investiert." Der Erfolg sei durch die Zusammenarbeit der öffentlichen Verwaltung mit den privaten und lokalen Anbietern möglich geworden.

Des Weiteren erachten Bock und Daniel - abgesehen von der fehlenden gesetzlichen Grundlage für eine Landes-Informatikgesellschaft - auch das in der Diskussion vorgebrachte Argument der Steuerersparnis zumindest als bedenklich. Offenbar werde nämlich diesbezüglich davon ausgegangen, dass eine solche (formal privatrechtliche) Gesellschaft im Gegensatz zu jedem anderen Unternehmen keine Umsatzsteuer bezahlen würde.

"Einer mutwilligen Zerstörung eines Marktes und den damit verbundenen negativen Folgen wird sich die betroffene Branche weiterhin klar widersetzen", so Bock und Daniel abschließend. (JR)

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