ÖGB-Reform: Ziele für neuen ÖGB sind unbestritten

Beteiligung an Befragung für Mitglieder und Interessierte noch bis 18. Oktober möglich

Wien (GBH/GdC/GMTN/ÖGB) - Für die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), die Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) und die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), die unter der Marke "pro.ge" seit einigen Monaten kooperieren, besteht nicht erst seit vergangenem März Reformbedarf im ÖGB. "Weltweit tätige Unternehmen einerseits und immer unsicherere Arbeitsverhältnisse andererseits schreien förmlich nach neuen Methoden, die gewerkschaftliche Arbeit zu organisieren", so die drei Gewerkschaften.++++

"Wir brauchen Rezepte für die Betreuung atypisch Beschäftigter, die wir nicht jeden Tag von 8 bis 17 Uhr an fixen Arbeitsplätzen treffen können. Wir brauchen Strukturen, die Frauen einladend finden, damit sie sich mehr am Gewerkschaftsleben beteiligen können. Wir müssen unseren Mitgliedern auch abseits der Gremien die Möglichkeit bieten, ihre Ideen einzubringen. Auch international müssen wir noch stärker mit anderen Gewerkschaften und sozial engagierten Gruppen zusammenarbeiten. Wir müssen mit vielen Mitgliedern in den Betrieben stark, kompetent in allen Formen der Arbeitsverhältnisse und verhandlungsstark als Sozialpartner sein", so die drei Gewerkschaften.

"In den wesentlichen Fragen sind sich alle, die am neuen ÖGB bauen, einig", sagt GMTN-Bundesvorsitzender Erich Foglar zur medialen Darstellung der ÖGB Reform als ‚Kampf zwischen zwei Lagern’. "Wir sind überzeugt davon, dass die Reform gelingen wird. Damit dabei möglichst viele Ideen eingebracht werden können, rufen wir unsere Mitglieder, BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen auf, sich in den nächsten Tagen bis 18. Oktober noch an der Mitgliederbefragung zu beteiligen."

"Mittlerweile haben viele Regionalkonferenzen stattgefunden, die Teilprojektgruppen tagen laufend", sagt Johann Driemer, Bundesvorsitzender der GBH. "Ich sehe die ÖGB-Reform auf gutem Weg und bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dem ÖGB-Bundeskongress im Jänner 2007 einen neuen ÖGB präsentieren werden, der weiterhin mit aller Kraft seine Kernaufgaben wahrnimmt und unter deutlich verbesserten Strukturen und Rahmenbedingungen weiter ausbaut."

Alfred Artmäuer, geschäftsführender Vorsitzender der Chemiegewerkschaft: "Die laufende Mitgliederbefragung ist die Gelegenheit für jeden Einzelnen, sich direkt in den Reformprozess des ÖGB einzubringen. Deshalb ist eine möglichst hohe Beteiligung wünschenswert!"

Stark im Produktionsbereich

Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), die Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) und die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) haben sich bereits im Vorjahr entschlossen, unter dem Namen "pro.ge" eng zusammenzuarbeiten. "pro.ge" steht für die Produktionsgewerkschaften in den Bereichen Produktion, Technik und nahe Dienstleistungen. Die drei Gewerkschaften bringen sich auch im Reformprozess des ÖGB gemeinsam ein.

ÖGB, 16. Oktober
2006 Nr. 684

Frische Kraft. Neue Richtung.
Noch bis 18. Oktober 2006: die Mitgliederbefragung des ÖGB zur Gewerkschaftsreform.
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