ARBÖ: Versicherungsprämien für Führerscheinneulinge endlich billiger

ARBÖ drängt auf weitere Verbilligungen, weil Unfälle um 30 Prozent abnahmen

Wien (OTS) - Zwischen Jänner und September 2006 sind die Kfz-Haftpflichtversicherungsprämien für Führerscheinneulinge in Österreich erstmals gesunken, nachdem sie in den drei Jahren zuvor überdurchschnittlich zwischen 12 und 15 Prozent zugelegt haben. Das geht aus dem aktuellen Versicherungsvergleich des ARBÖ hervor: Im Schnitt wurden die Prämien seit Jahresbeginn um 4,2 Prozent oder 47 Euro billiger.

"Das kann nur ein Anfang sein. Die Prämien für Junge sind ähnlich stark gesunken, wie die Kfz-Versicherungen im Allgemeinen. Mit den Versicherungsprämien für junge Lenker muss es weiter abwärts gehen. Immerhin sind die Unfälle von 18- bis 21-jährigen Lenkern seit der Führerscheinreform 2003 um markante 30 Prozent gesunken, während der allgemeine Unfallrückgang neun Prozent ausmachte", fordert ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer. Im Jänner 2006 musste eine 18-jährige Führerscheinanfängerin im Schnitt noch 1142,80 Euro pro Jahr berappen. Jetzt sind es 1.095 Euro, um die genannten 4,2 Prozent weniger.

Der ARBÖ-Versicherungsvergleich geht stets von einem ganz konkreten, "braven" Fallbeispiel aus: Eine 18-jährige Führerscheinanfängerin, die einen drei Jahre alten, gebrauchten VW Golf (90 PS/66 kW) in Wien mit einer Versicherungssumme von drei Millionen Euro versichert und die Prämie gleich fürs ganze Jahr zahlt. Anders als bei anderen Versicherungsvergleichen ist in der Prämie bereits die motorbezogene Versicherungssteuer enthalten, die in diesem Falle 277,20 Euro beträgt. (Bei anderen Voraussetzungen -stärkeren oder jüngeren Autos, bei Burschen, oder am Land - schauen die Prämien anders aus.)

Die Verbilligung kam dadurch zustande, dass große Versicherungen ihre Prämien für junge Erwachsene deutlich attraktiver gemacht haben, allen voran die Wiener Städtische (- 9,3 Prozent), die Allianz (- 24 Prozent) oder die Generali (- 8,4 Prozent). Wie die Tabelle zeigt, kann man sich mit der günstigsten Prämie 318,85 Euro pro Jahr sparen.

Folgende Tipps haben die ARBÖ-Versicherungsexperten für junge Lenker parat:

1. Vergleichen: Nicht nur auf Prämien starren, sondern genau schauen, welche Leistungen man geboten bekommt. Möglicherweise steigt man mit einer etwas teureren Prämie doch noch besser aus. 2. Internet: Bei einer Buchung übers Internet steigt man noch billiger aus. Der Wermutstropfen dabei: Die meisten Versicherungen akzeptieren Jugendliche erst ab einem gewissen Alter. Die Züritel (siehe auch www.arboe.at) verlangt für das ARBÖ-Fallbeispiel zwar "nur" 980,62 Euro, aber die versicherte Person muss mindestens 23 Jahre alt sein und in der Bonusstufe 8 (oder darunter) sein. Die Wiener Städtische gibt es mit 890,15 Euro ebenfalls billiger, aber erst ab 24 Jahren. 3. Jahresprämie billiger: Wer gleich fürs ganze Jahr zahlt, steigt besser aus. Wer seine Prämie halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich abstottert, muss zur Prämie drei bis sechs Prozent drauflegen. Das klingt nicht so schlimm, sind aber immerhin 33 bis 66 Euro, die noch dazukommen! 4. Netzwerke nutzen: Unbedingt nachschauen, ob es in der Familie schon gute Geschäftsbeziehungen mit einer bestimmte Versicherung gibt. Diese kann man ausnützen, um bessere Prämien zu verhandeln. 5. "Beiwagerl": Da immer mehr Versicherungen günstige Angebote für Zweitautos und Wenigfahrer machen, wäre es zu überlegen, ob man sich als "Beiwagerl" zu einem Elternteil günstiger dazuversichern lassen kann.

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