Mail aus Südafrika: Provision bekommt nur der Betrüger

AKNÖ:"Ignorieren und keine Bankverbindung preis geben!"

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ) - Die Aussicht auf einen satten
Geldbetrag lässt immer wieder Menschen in eine betrügerische Falle tappen. Die Rede ist von seltsamen Mails, die schon des öfteren in Österreich kursierten. Darin wird um Unterstützung für den Transfer eines hohen Geldbetrags von Afrika nach Österreich gebeten, für den es dann eine hohe Provision gäbe - diese wird natürlich nie ausbezahlt, dafür werden jene, die sich auf das Geschäft einlassen, um ihr eigenes Geld geprellt!

Eine unbekannte Person - aktuell eine Südafrikanerin namens Jennifer Hans mit familiären Wurzeln in Österreich - wendet sich per Mail an heimische Internet-UserInnen. Darin wird um Unterstützung für den Transfer von 27.5 Millionen US-Dollar gebeten. Als Belohnung dafür winke eine Provision von 15 Prozent. Nachgeholfen wird dabei mit einer Geschichte, die auf die Tränendrüse drücken soll: So sei ihr Mann im Jahr 2002 im Zuge eines Racheakts in Kapstadt ermordet worden, nachdem bekannt worden war, dass dieser einst mit dem Apartheid-System kollaboriert habe. Daraufhin habe sich die Witwe dazu entschlossen, den gesamten Landbesitz zu veräußern und Südafrika für immer zu verlassen. Für die Überweisung der ihr zur Verfügung stehenden 27,5 Millionen US-Dollar sowie für etwaige Investitionen in Österreich brauche sie nun Unterstützung, die eben mit 15 Prozent Provision belohnt werde. Der Name des Adressaten sei ihr darüber hinaus von einem "vertrauenswürdigen Bekannten" empfohlen worden.

Für die Konsumentenberatung der NÖ Arbeiterkammer ein klassischer Fall eines sogenannten Vorauszahlungsbetrugs: "Bekundet jemand per Antwort-Mail Interesse an diesem Geschäft, wird man aufgefordert, seine Bankverbindung bekannt zu geben und eine sogenannte Vorausprovision an das Geldinstitut in Südafrika zu überweisen, wie es bei Tansfers dieser Größenordnung üblich ist", so AKNÖ-Konsumentenberater Martin Hofecker. Jetzt wird das Strickmuster denkbar einfach: Ist diese Vorausprovision von Österreich aus nach Südafrika einmal überwiesen, wird man von der um Hilfe bittenden Person garantiert nichts mehr hören. Hofecker: "Es gibt nur einen vernünftigen Rat, und der lautet: Ignorieren Sie diese Mails und geben Sie schon gar nicht Ihre Bankverbindung preis!"

Rückfragehinweis. AKNö-Konsumentenberatung, Martin Hofecker, 05 7171-1311

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