Neues _Volksblatt: "Falscher Spott" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 14. Oktober 2006

Linz (OTS) - Der leise Spott, den der VP- Ruf nach Bereinigungen nach dem "Schmutzkübel- Wahlkampf" der SPÖ auch gestern noch in der Gusenbauer-Partei geerntet hat, ist fehl am Platz. Es zählt zum psychologischen Grundstandard, dass Verletzungen ausgeräumt werden müssen, wenn Neues, Produktives entstehen soll. Wer das nicht bei Koalitionsverhandlungen begreift, ist unglaubwürdig, wenn er sich selbst wieder das Empfinden der Menschen auf die eigenen Fahnen zu heften versucht.
Bei der Aufarbeitung des SP- Wahlkampfs geht es aber um viel mehr als nur die Befindlichkeit der ÖVP. Das "KriegsSzenario", Stichwort Napalm, mit dem die SPÖ diesen Wahlkampf gefüllt hat, hat im politischen und gesellschaftlichen Leben des Landes tiefe Risse verursacht. Dazu kommt ein Fehl-Kalkül politischer Kurzsichtigkeit:
Denn anders als in den USA, aus denen die SPÖ ihre Schmutzwerfer-Methode importiert hat, geht es in Österreich nämlich nicht nur darum, ob bei der Wahl nun ein Republikaner oder Demokrat vorne liegt, sondern um eine Parteien-Zusammenarbeit am Tag danach. Wer das vergessen hat, muss eben schleunigst aufräumen - im Interesse des Klimas im Land.

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