euro adhoc: bwin Interactive Entertainment AG / Recht/Prozesse / US SAFE Port Act von Präsident George W. Bush unterzeichnet (D)

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13.10.2006

Am 30. September 2006 verabschiedete der US-Senat den so genannten "Safe Port Act", der auch einige Bestimmungen des "Unlawful Internet Gambling Enforcement Act of 2006" zum Inhalt hat. Das neue Gesetz betrifft vor allem den Zahlungsverkehr für nach US-amerikanischer Rechtsauffassung rechtwidrige Online-Glücksspiele und soll durch eine erhebliche Strafandrohung, durch Gerichtsbeschlüsse und durch massive aufsichtsrechtliche Maßnahmen unterbunden werden. Mit dem Gesetz wird das Kapitel 53 des US-Gesetzbuchs (United States Code) durch ein Unterkapitel ergänzt, in dem festgehalten wird, dass die Finanzierung von Online-Glücksspielen vor allem durch Kreditkartenzahlungen und Überweisungen erfolge und das Medium Internet neue Vollstreckungsmöglichkeiten notwendig mache. Erfasst werden von der Definition "bet or wager" nicht nur Sportwetten, sondern auch Glücksspiele und Lotterien. Mit dem Gesetz wird praktisch jeglicher Zahlungsverkehr im Zusammenhang mit rechtswidrigem Online-Glücksspiel verboten, wobei entsprechend der US-amerikanischen Gesetzestechnik sämtliche Zahlungsmöglichkeiten aufgeführt werden. Zusätzlich sieht § 5367 eine weitgehende Haftung sämtlicher beteiligter Unternehmen und Personen vor. Betroffen sind etwa bereits Unternehmen, die jemandem gehören oder von diesem kontrolliert werden, der rechtswidrige Wett- oder Glücksspieleinsätze annimmt.

Betroffen ist auch eine Gesellschaft der bwin Gruppe, zumal das Gesetz mit der heutigen Unterzeichnung durch Präsident George W. Bush in Kraft getreten ist.

bwin bedauert diesen Schritt der US-Politik, der es börsennotierten, streng regulierten und transparenten Anbietern de facto unmöglich macht, US-Kunden zukünftig Echtgeld-Glücksspielangebote bereitzustellen. bwin bezweifelt, dass es den US-Behörden durch Einführung dieser gesetzlichen Regelungen gelingen wird, die eigentlich verfolgten Ziele - Jugendschutz sowie Spielsuchtprävention - zu verwirklichen. Erfahrungen mit restriktiven Maßnahmen zur Vermeidung von Alkoholmissbrauch haben in der Vergangenheit gezeigt, dass derartige Verbote nicht greifen, sondern lediglich Verbraucher in die Illegalität treiben und ein rasches Wachstum eines gänzlich unregulierten grauen Marktes maßgeblich unterstützen. Die Online-Gaming-Industrie ist einheitlich der Meinung, dass die Schaffung eines zukunftsorientierten Regulierungsrahmens, der den Umgang mit Themen wie Konsumenten- und Jugendschutz, Spielsuchtprävention oder Verhinderung von Geldwäsche definiert, bei entsprechender behördlicher Aufsicht wesentlich effizienter greifen würde als das vorliegende generelle Verbot.

bwin hat nach umfassender Analyse und eingehender Rechtsberatung in Anerkennung des neuen Gesetzes entschieden, ab sofort keine neuen US-Kunden für das bestehende Echtgeld-Glücksspielangebot anzunehmen und arbeitet für alle bestehenden Kunden zügig an technologischen Vorkehrungen auch für diese das Echtgeld-Glücksspielangebot nicht mehr zugängig zu machen. bwin wird daher auf dem US-Markt bis auf weiteres lediglich mit einem Play-Money-Angebot vertreten sein. Das stark gestiegene Risiko einer Strafverfolgung durch die US-Behörden, erheblicher Druck auf Banken und Payment Provider sowie Vorschriften in Zusammenhang mit der Börsennotierung der Gesellschaft lassen keine anderen Optionen offen.

Der Ongame Kundenstock enthält in etwa 177.000 nicht in den USA ansässige, im Jahr 2006 aktive Echtgeld-Kunden. Zusätzlich kommt der Großteil der Kunden des von Ongame übernommenen Pokernetzwerks aus Europa. Im Q2 2006 wurden mit dem Ongame-Kundenportfolio Brutto-Gaming-Erträge von 29,0 Mio. EUR erzielt, hierbei entfielen 9,3 Mio. EUR oder 32 Prozent auf mit Nicht-US-Kunden erzielte Brutto-Gaming-Erträge. Die Gesamt-Brutto-Gaming-Erträge der bwin Gruppe beliefen sich im Q2 2006 auf 94,3 Mio. EUR; als führender Anbieter von Online-Gaming-Entertainment in Kontinentaleuropa generierte bwin im Q2 2006 79 Prozent seiner Brutto-Gaming-Erträge mit nicht in den USA ansässigen Kunden.

Alle bwin Kunden, die nicht in den USA ansässig sind, betreffen die regulatorischen Veränderungen in den Vereinigten Staaten in keiner Weise; das gesamte bwin Produktportfolio kann uneingeschränkt in Anspruch genommen werden.

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Ende der Mitteilung euro adhoc 13.10.2006 18:47:42
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