Diakonie freut sich über Friedensnobelpreis für Mikrokredit-Bank

Mikrokredite gegen Armut auch in Österreich. "Oikocredit" investiert in Menschen

Wien (OTS) - Die Diakonie freut sich über den Friedensnobelpreis als ein wichtiges Instrument der Armutsbekämpfung. Eine Initiative für Mikrokredite gegen Armut gibt es auch in Österreich. Oikokredit investiert seit Jahren von Österreich aus in die Ressourcen von Menschen an der Armutsgrenze. Menschen aus verarmten Bevölkerungsschichten haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ob als Kleinbäuerin, Taxifahrer oder Schneiderin - sie brauchen Geld, um sich selbstständig zu machen oder ihren Betrieb auszubauen. Da sie keine ausreichenden Sicherheiten bieten können, erhalten sie keinen Kredit von den örtlichen Banken.

Michael Chalupka, Direktor Diakonie Österreich: "Wenn man an die Fähigkeiten benachteiligter Menschen glaubt, wenn man ihnen Kredit gibt, sind sie in der Lage, für sich und ihre Kinder bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Oikocredit investiert in die Zukunft armer und benachteiligter Menschen. Unsere Mikrokredite geben Menschen in Entwicklungsländern die Chance, auf eigenen Füßen zu stehen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. So z.B. Gilda Ponte, eine philippinische Frau, die früher ihre Familie nicht ernähren konnte und jetzt erfolgreich einen Obst- und Gemüsestand betreibt. Oder El CEIBO, eine Gruppe lateinamerikanischer Kleinbauern, die dank einer neuen Maschine ihren Kakao besser exportieren können."

Oikocredit-Darlehen richten sich an Gruppen, wie Genossenschaften kleiner KaffeepflanzerInnen, die eine eigene Verarbeitungsanlage brauchen, um ihren Verdienst zu steigern oder Mikrofinanzinstitutionen, die mit einem Oikocredit-Darlehen Tausende kleiner Kredite an sehr arme Menschen vergeben. Aber auch alternative Handelsorganisationen, die ErzeugerInnen in der Dritten Welt einen fairen Preis für ihre Produkte zahlen.

Ethisches Investment, das Sinn macht

Die vom ökumenischen Rat der Kirchen gegründete Initiative "Oikocredit" verfolgt das Ziel, Kleinkredite für Menschen in Entwicklungsländern bereit zu stellen und ihnen dadurch zu helfen, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern und das seit mittlerweile 30 Jahren mit Erfolg. Ermöglicht wird dies durch weltweit 27.000 Menschen und Institutionen, die der Kreditgenossenschaft Oikocredit einen Teil ihres Sparguthabens zur Verfügung stellen und dafür nur max. 2 Prozent Zinsen bekommen. Im Vordergrund steht dabei nicht der größtmögliche Gewinn, sondern die Förderung von sinnvoller sozialer und ökologischer Entwicklung. "Das Konzept von Oikocredit stimmt mit unserem Auftrag überein. Daher unterstützt die Diakonie diese Initiative. Der Leiter der Diakonie Auslandshilfe Michael Bubik war der Initiator von Oikocredit Österreich", so Michael Chalupka abschließend.

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