ÖAMTC protestiert: Ölpreis fällt, wo bleibt die Preissenkung an den Zapfsäulen?

Club-Expertin fordert, Spritpreise sofort zu senken

Wien (OTS) - "Der Ölpreis (OPEC-Korbpreis) ist seit seinem
heurigen Höchststand am 8. August um 25 Prozent gesunken", erklärt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Von 72,64 Dollar am 8. August auf 54,25 Dollar gestern, Donnerstag. Rechnet man das auf die Spritpreise um (und zwar auf die Nettopreise, denn die Steuerbelastung durch Mineralöl- und Mehrwertsteuer bleibt ja unverändert), besteht ein sofortiger Preissenkungsbedarf. "Und zwar von drei Cent pro Liter Benzin, sowie in mindestens doppelter Höhe - also sechs Cent - bei Diesel", fordert die ÖAMTC-Expertin.

Dieselfahrer wurden bei den Spritpreissenkungen der vergangenen Wochen stark benachteiligt. Bei einigen Preissenkungsrunden im Laufe des Spätsommers wurde Diesel entweder ausgenommen oder nur geringer gesenkt als Benzin: Seit Mitte August gab es insgesamt sieben Preissenkungen bei Benzin, die zusammen zu einer Verbilligung der Bruttopreise um 14 Cent pro Liter führten. Bei Diesel gab es nur sechs Senkungen, die Verbilligung betrug nur 7,5 Cent pro Liter. Was eine klare Benachteiligung der Dieselfahrer bedeutet.

Für die explodierenden Spritpreis-Steigerungen 2005 und in der ersten Jahreshälfte 2006 wurden immer die hohen Rohölpreise als Grund angeführt. Nun muss es auch umgekehrt gelten: "25 Prozent Verbilligung des Rohöls muss umgehend an die österreichischen Autofahrer, ganz besonders die geplagten Dieselfahrer, weitergegeben werden", fordert die ÖAMTC-Expertin abschließend.

Derzeitige Höchstpreise:
* Superbenzin: 1,109 Euro
* Diesel: 1,064 Euro

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