ÖGB-Bundesvorstand stimmte ÖGB-Bilanz zu

Hundstorfer: "Wir werden die wirtschaftlichen Probleme lösen"

Wien (ÖGB) - Der ÖGB-Bundesvorstand hat in seiner heutigen Sitzung mit sechs Stimmenthaltungen der ÖGB-Bilanz zugestimmt. Das ÖGB-Präsidium wurde auf Antrag der Zentralen Kontrollkommission entlastet. Keine Entlastung gab es für den früheren Präsidenten Verzetnitsch und den früheren Leitenden Sekretär für Finanzen Günter Weninger.++++

In der ÖGB-Bilanz wird ein Abgang von 38,52 Millionen Euro ausgewiesen. Dafür mussten Rücklagen im Ausmaß von 68,7 Millionen Euro aufgelöst werden. Der gf. ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer dazu:
"Der ÖGB ist nicht insolvenzgefährdet. Wir werden die wirtschaftlichen Probleme lösen. Aus der Vergangenheit haben wir gelernt und werden im Zuge der Reform alle Maßnahmen setzen, dass das nicht mehr passieren kann."

Der ÖGB-Präsident bestätigte auch den Verkauf der derzeitigen ÖGB-Zentrale um 47 Millionen Euro. Hundstorfer: "Es wird keinen weiteren Immobilienverkauf geben, aber durch die geplante Zentrale für alle Gewerkschaften werden die sich im Besitz des ÖGB befindlichen Immobilien besser genutzt werden."

Derzeit werden in Projektgruppen alle Einsparungsmöglichkeiten geprüft, um in Zukunft allein mit den Mitgliedsbeiträgen die Arbeit des ÖGB und der Gewerkschaften finanzieren zu können. Der ÖGB-Präsident bestätigte, dass es seit Anfang des Jahres 55 ÖGB-MitarbeiterInnen weniger gibt. Dies sei durch die Nicht-Nachbesetzung des "natürlichen Abganges" erreicht worden. Bereits in den nächsten Tagen werde es auch Verhandlungen mit dem Zentralbetriebsrat über weitere Einsparungen geben. Die Öffentlichkeit werde über die laufenden Gespräche nicht informiert. Dies sei auch mit dem Zentralbetriebsrat vereinbart worden. Hundstorfer: "Über das Ergebnis werden wir selbstverständlich wieder informieren."(ff)

ÖGB, 11. Oktober 2006
Nr. 679

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