Strache: Personalrochaden bei der FPÖ-Wien nach Sieg am 1. Oktober

Schock Klubobmann, Herzog Stadtrat, Mühlwerth im Bundesrat

Wien, 11-10-2006 (fpd) - Die FPÖ war mit einem Stimmenzuwachs von 44.000 Stimmen und einem Plus von fast 6 % klarer Wahlsieger in Wien. Durch meinen Wechsel ins Parlament werden daher personelle Änderungen im Wiener Rathausklub notwendig, die im gestrigen Landesparteivorstand einstimmig beschlossen wurden, erklärte FPÖ-Landesparteiobmann Heinz-Christian Strache in einem Pressegespräch.

Neuer FPÖ-Klubobmann wird der bisherige Stadtrat DDr. Eduard Schock, der als Wirtschaftssprecher und Obmann der starken FPÖ-Favoriten seit Jahren wichtige Positionen in der Partei besetzt. Die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit sieht er in der Wirtschafts- Integrations-, Jugend- und Demokratiepolitik.

Utl: FPÖ fordert von SPÖ 35.000 Arbeitslose weniger in Wien

Nachdem Wien ein Drittel der Arbeitslosen Österreichs hat, muss die SPÖ nach Gusenbauers Wahlversprechen, 100.000 Arbeitslose weniger in Österreich zu erreichen, in Wien rund 35.000 Arbeitslose abbauen. Daran wird die FPÖ Häupl & Co. hartnäckig erinnern, da die Ausrede "der Bund ist schuld" bald obsolet ist, so Schock.

Er fordert Startwohnungen und einen 70 bis 80%-igen Mietzinszuschuss für Jungfamilien, den kostenlosen Kindergarten und einen Stopp für den Wildwuchs muslimischer Gebetshäuser in Wien. Die Jugendpolitik mit gleichen Ausbildungschancen für alle sozialen Schichten wird ihm ein Herzensanliegen sein.

Utl: "System Brauner" im Rathaus demokratiepolitisch bedenklich

Im Wiener Rathaus wird er gegen die demokratiepolitisch ungesunden Ausgliederungen und das "System Brauner" ankämpfen, das an unseligen DDR-Zeiten erinnert. So muss bei jedem Gespräch eines Mandatars der Opposition mit einem Magistratsbeamten aus Brauners Ressort ein Aufpasser aus dem Büro der SPÖ-Stadträtin dabei sein.

Das gemahnt fatal an das Politkommissar-System in Ostdeutschland und hat hier nichts verloren, so Schock. Sein Nachfolger als Stadtrat wird LAbg. Johann Herzog, der bereits zwei Legislaturperioden Mitglied der Wiener Landesregierung war. Der FPÖ-Wohnbausprecher und Chef des Wiener Seniorenringes wird sich unter anderem den überteuerten Mieten, den Problemen im sozialen Wohnbau sowie der Integrations- und Seniorenpolitik widmen.

Statt Strache wird der FPÖ-Bezirksobmann des 15. Bezirks Mag. Dietbert Kowarik in den Gemeinderat einziehen. Nachfolgerin von Generalsekretär Harald Vilimsky, der vom Bundes- in den Nationalrat wechselt, wird die langjährige Bundesrätin und Stadtschulratsvizepräsidentin Monika Mühlwerth . (Schluss)am

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