Moser: "Unternehmen mit öffentlichem Kernaktionär haben sich gleich gut entwickelt wie voll privatisierte"

Wien (SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser sagte gestern in der Kontrollbank im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Austrian Equity Day vor Managern und Anlegern zur guten Kursentwicklung der voll privatisierten Unternehmen wie Boehler Uddeholm oder voestalpine, dass sich auch Unternehmen mit öffentlichem Kernaktionär wie OMV, Verbund oder Telekom gleich gut entwickelt haben. Moser:
"Das zeigt, dass es nicht darauf ankommt, wem ein Unternehmen gehört, sondern wie es geführt ist." ****

Weiters sagte Moser, dass ein gut funktionierender Kapitalmarkt strenge Regeln und wirksame Sanktionsmechanismen brauche. Daher sei es in Zukunft notwendig den guten Corporate Governance Code stärker verpflichtend zu machen. Am Beispiel Hypo Alpe Adria sagte Moser:
"Ein Unternehmen, das derart skandalös gegen alle Transparenz- und Kodex-Vorschläge verstößt, hat an keiner Börse dieser Welt etwas zu suchen."
Als weitere Verbesserung der Transparenz und Kontrolle schlug Moser unter anderem "die verbindliche externe Rotation der Wirtschaftsprüfer, eine Beschränkung der Aufsichtrats-Funktionen, Veröffentlichung der Manager-Gehalter und die Abschaffung der steuerlichen Begünstigung für Stock Options" vor.

Moser sagte abschließend, dass sich die Wiener Börse in den vergangenen Jahren bravourös entwickelt habe: "Kapitalmarktpolitik ist ein wichtiger Standortfaktor, weil sie sowohl als Finanzierungsmöglichkeit dient als auch für die Anleger Altersvorsorge und Vermögensbildung sein kann. Der Kapitalmarkt in Österreich ist gut entwickelt. Förderungen für spezifische Anlegergruppen wie zum Beispiel die Zukunftsvorsorge führen eher zu Verzerrungen am Kapitalmarkt und sind auch verteilungspolitisch nicht zu unterstützen." (Schluss) ps/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003