LT -Präs Mader erinnerte an den Ungarn- Aufstand vor 50 Jahren

Innsbruck (OTS) - Nach einer Würdigung des am 1.Oktober im Alter von 79 Jahren verschiedenen seinerzeitigen Abgeordneten Dr. Hans Blecha erinnerte am 11.Oktober zu Beginn des Oktober-Landtages der Präsident des Hohen Hauses, Prof.Ing.Helmut Mader, dass es heuer 50 Jahre her sind, dass jene schrecklichen Ereignisse rund um die Ungarnkrise stattgefunden haben.
Am 4. November 1956 wurde in Ungarn der Volksaufstand vom 23. Oktober von den Sowjets und den übrigen kommunistischen Nachbarn blutig niedergeschlagen. In der Folge flüchteten über 155.000 Ungarn nach Österreich.
Die breite Welle des Mitgefühls, die dem ungarischen Volk und vor allem den Flüchtlingen damals im Westen und insbesondere in Österreich entgegengebracht wurde, erfasste auch Tirol, wo man ebenfalls umfangreiche Sammelaktionen durchführte. Zudem fanden über 6000 Ungarn in Tiroler Kasernen, Gasthöfen, Heimen und Lagern Unterkunft, bis die meisten von ihnen in eine neue Heimat in Übersee auswanderten. Verhältnismäßig zahlreich verblieben ungarische Hochschüler in Innsbruck. Mader dazu wörtlich: "Ich selbst habe damals einem ehernamtlich bei der Verteil - und Betreuungsaktion helfenden Onkel als 15-jähriger assistiert".
1956 wurden sodann spezielle Einrichtungen für ungarische Schüler in Tirol neu geschaffen oder doch beträchtlich ausgeweitet.
So bildete sich damals unter Hofrat DDr. Wilhelm Kundratitz ein Österreichisch-Ungarischer Kulturverein, es entstanden ein ungarisches Jugendheim, ein ungarischer Studentenklub und ein ungarisches Realgymnasium, das 1957 mit 400 Studenten seinen Höchstbesuch hatte und 1963 die letzte Matura abhielt.
In der Johanneskirche am Innrain, der heutigen Universitätskirche, fand jeweils an Sonn- und Feiertagen eine Messe mit Predigt in magyarischer Sprache statt und eine Gedenktafel kündet, wieviel Trost hier Ungarn in der Fremde gefunden haben. "Wir sollten uns gemeinsam an dieses Jahr 1956 und seinen Folgen als Teil unserer jüngsten Zeitgeschichte zurück erinnern", sagte LT- Präs. Mader abschließend.

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