Schennach: Lockerung des Glückspielmonopols grober Unfug

Droht Spielautomatenflut? 24.000 neue Anträge

Wien (OTS) - "In Niederösterreich wird derzeit die Aufstellung von rund 2.000 neuer Spielautomaten entschieden. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. 24.000 Anträge auf Aufstellung neuer Spielautomaten befinden bereits sich in der Warteschlange. Das ist bedenklich und zeigt, dass die Regelungen des kleinen Glückspielgesetzes neu zu überdenken sind, auch wenn die EU gerade derzeit Österreich zur Lockerung des Glückspielmonopols ermahnt", erklärt der Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundesrat, Stefan Schennach.

Schennach warnt eindringlich davor, krankhafte Spielleidenschaft durch massenhaftes Aufstellen von Spielautomaten auch noch gesetzlich zu begünstigen. "Das Glückspielmonopol hat Sinn gemacht, auch wenn die EU hier eine Liberalisierung fordert, die gesellschaftspolitisch bedenklich ist", so Schennach, der daran erinnert, dass massenhaftes ‚kleines Glückspiel’ vor allen in Ländern stark verbreitet ist, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich extrem hoch und die soziale Sicherheit marginal ausgeprägt ist.

"Mit einer Spielautomatenflut wird der Eindruck verstärkt, dass Menschen in Österreich aufgefordert werden, spärliche Einkommen zu verzocken, um eine Chance in der Gesellschaft zu haben", so Schennach, der die Bundesländer auffordert, nicht nach potentiellen Einnahmen für die Landes- und Gemeindekassen zu schielen, sondern eine höhere Verantwortung im Sinne der Vorsorge gegen diese weitverbreiteten Suchtformen wahrzunehmen.

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