Karas fordert Vereinfachung der KMU-Beteiligungsregeln an EU- Forschungsprogrammen

Goldesel statt Bürokratieschimmel - Praxisnähe ist gefragt

Brüssel, 11. Oktober 2006 (ÖVP-PD) "Die Vereinfachung der Beteiligungsregeln für KMU am siebenten EU-Forschungsrahmenprogramm ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg dieses Programms. Das Programm kann für die KMU ein Goldesel sein. Es darf sich aber nicht in einen Bürokratieschimmel verwandeln. Eine praxisnahe Ausgestaltung der Zugangsbedingungen ist daher essentiell", sagte heute, Mittwoch, Othmar Karas, Vizepräsident der EVP-ED Fraktion und ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, bei einer hochrangig besetzten Konferenz in Brüssel. Die von der EU-Kommission veranstaltete Konferenz hat den vereinfachten Zugang von KMU zu Gemeinschaftsprogrammen zum Thema. Neben Karas sprechen die Kommissare Verheugen, Hübner und Potocnik. "Der wesentliche Beitrag der KMU zu mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa muss sich auch in den Teilnahmemöglichkeiten am 7. Forschungsrahmenprogramm niederschlagen. Das Rahmenprogramm ist nicht allein für die europäische Industrie von Interesse, sondern auch für die vielen innovativen KMU", betonte Karas in seiner Rede. ****

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine zahlreichere Beteiligung der mittelständischen Wirtschaft ist für Karas die Vereinfachung der Teilnahmebedingungen. "Die Energie, die von Projektwerbern für die Erfüllung administrativer Auflagen aufgewendet werden muss, ist viel besser direkt in die Forschung
und Entwicklungsprojekte investiert. Dafür ist ein effizientes Projektmanagement der EU-Kommission notwendig: Grundsätzlich sollte der administrative Aufwand von der Kommission und nicht von den Projektpartnern bewältigt werden", forderte Karas.

Karas listete in seiner Rede vor Stakeholdern aus ganz Europa die wichtigsten Elemente auf, die eine Beteiligung von KMU erhöhen würden: "In der Anlaufphase müssen die Information rasch, richtig und vollständig vorliegen. Die Antragstellung muss vereinfacht werden und darf keine übermäßigen bürokratischen Aufwand oder gar externe Beratungsleistungen erfordern", so Karas. In Folge wichtig seien kurze Fristenläufe für die grundsätzliche Finanzierungszusage, den Vertragsabschluss und die
Mittelauszahlung: "Wer 12 Monate oder länger Projektpartner bei der Stange halten muss, verliert die Lust am Projekt", so Karas.

Im Europäischen Parlament ist Karas Vorsitzender der SME Intergroup, der einzigen fraktionsübergreifenden KMU-Plattform im Europäischen Parlament: "Unsere Zusammenarbeit mit der Kommission ist sehr gut. Die 87 Mitglieder aus 5 Fraktionen konnten bereits zweimal mit Kommissar Verheugen und auch mit der KMU-Beauftragten der Kommission, Francoise Le Bail, diskutieren. In diesem Sinne ist der Kommission auch für ihre Bemühungen um eine Vereinfachung des siebenten Forschungsrahmenprogramms zu danken, die hier mit der Position des Europaparlaments auf einer Linie liegt", sagte Karas abschließend.

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