EU-Chemiepolitik: Greenpeace begrüßt heutige Entscheidung für Ersatz von Risiko-Chemikalien

Umweltminister Pröll muss auch im EU-Ministerrat für Substitution sorgen

Wien/Brüssel (OTS) - Greenpeace begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments zur Chemikalienreform REACH. Damit sei ein wichtiger Schritt für den besseren Schutz von Umwelt und Gesundheit vor gefährlichen Chemikalien erreicht worden. Der Ausschuss sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, dass Chemieunternehmen gefährliche Chemikalien ersetzen müssen, wenn sichere Alternativen zur Verfügung stehen (Substitution). Damit stellten sich die EU-Parlamentarier gegen den EU-Ministerrat, der eine Substitutionspflicht abgelehnt hatte. Greenpeace fordert nun, dass sich die österreichische Bundesregierung, vor allem Umweltminister Josef Pröll, dafür einsetzt, dass das Substitutionsprinzip auch im EU-Ministerrat eine Mehrheit findet.

"Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Krebserregende, erbgutschädigende und andere gesundheitsschädigende Chemikalien haben in Alltagsprodukten nichts zu suchen. Deshalb muss die Regel, Risiko-Chemikalien bei Vorhandensein von Alternativen zu ersetzen, auch in den kommenden Verhandlungen zwischen Parlament und EU-Ministerrat durchgesetzt werden. Dadurch werden auch Unternehmen motiviert, gesundheits- und umweltschonende Chemikalien zu entwickeln", sagt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster.

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DI Herwig Schuster, Greenpeace-Chemiker, 0664-4319214

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